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Franz Christoph Schiermeyer

Deutscher Aphoristiker

Denk nach! - Wem?

Für alles entschuldigt man sich leichter als für einzelnes.

"Die Würde des Menschen ist unantastbar", verteidigen sich die Henker.

Es gibt Berufe, für deren Ergreifung völlig zu Recht hohe Belohnungen ausgesetzt sind.

Einen Diktator kann man stürzen. Aber nicht loswerden.

Wenn der Teufel den lieben Gott ärgern will, liest er in der Bibel.

Wenn man bedenkt, wie viele Hüter der Moral es gibt, wundert man sich, dass überhaupt noch jemand zu ihr durchdringt.

Ein Moralist hat keine Moral. Er verkörpert sie nur.

Das Gute erkennt sich auch im Bösen. Das Böse selbst da nicht.

Selbst kleine Leidenschaften kann man nicht sättigen. Nur nähren.

Wer unbedingt glauben will, den bekehrt auch der Teufel.

In Gefahr begeben wir uns auch ohne Grund. Aus ihr heraus nur mit vielen Entschuldigungen.

Für Schmeicheleien sind wir nicht empfänglich. Bis der Schmeichler unseren Ton trifft.

Unter den Umständen, denen wir nicht zum Opfer fallen wollen, werden wir zu Tätern.

Alle großen Lügen haben einmal als letzte Wahrheiten angefangen.

Die kleinsten Götter erwarten die größten Opfer.

"Seien wir doch mal ehrlich", verraten sich die Lügner.

Ein reiner Mensch macht mehr Wäsche schmutzig, als ein reinlicher waschen kann.

Die Aufforderung, Kirche und Glauben auseinanderzuhalten, kommt immer aus der Kirche. Nie aus dem Glauben.

Was könnte man über den Menschen Gutes sagen, das einem nicht sofort zum eigenen Nachteil gereichte?

Nichts vermissen wir mehr als das, dessen wir zwar nicht bedürfen, das uns aber eigentlich zustünde.

Man kann einen Gedanken so oder so formulieren. Aber nicht anders denken.

Nichts belastet den Geldbeutel weniger, als Applaus zu spenden.

Nicht jeder Baum, an dem eine Sau sich reibt, ist eine Eiche.

Zwei grundverschiedene Tugenden zeugen eine dritte. Zwei vergleichbare ein Laster.

Der Dumme weiß nicht nur alles - er sagt es auch.

An jeder Universität gibt es mehr kluge Studenten als kluge Professoren.

Kaum etwas berührt unangenehmer als die Bekenntnisse von Leuten, die nichts verbrochen haben.

Er ist seiner Zeit voraus. Wetten, dass sie ihn einholen wird!?

Seit unsere Daten geschützt sind, haben sie sich wieder erfreulich vermehrt.

Kaum jemand will die Wahrheit hören. Aber alle wollen sie gerne aussprechen.

Mit Erziehung versuchen Eltern auszugleichen, was sie ihren Kindern vererbt haben.

Kleine Kinder nimmt man an die Hand. Große beim Wort.

Hände, die einem gebunden sind, kann man unmöglich waschen. Auch nicht in Unschuld.

Bei genauer Betrachtung verengt sich der Blickwinkel.

Ruf nicht zum Zeugen an, auf wen du als Richter hoffst.

Sie haben einander den Krieg erklärt. Aber keiner von beiden scheint die Erklärung des anderen verstanden zu haben.

Ein Paar, das alles voneinander weiß, ist in der Regel geschieden.

Flüchtige Gedanken sind die mit Abstand intelligentesten.

Es ist müßig, mit jemandem Gedanken auszutauschen, dem Abstraktes fremd ist.

Mit Kindern kann man nicht viel mehr richtig machen, als dass man sie hat.

Er hat den totalen Durchblick: Er sieht nichts mehr.

Nicht alles, was wir wahrnehmen, wollen wir dann auch wahrhaben.

Trägst du eine Maske, bedenke: Sie zeigt dein wahres Gesicht.

Wenn vor Gericht alle gleich wären, könnten vor dem Gesetz alle verschieden bleiben.

Die größte Macht wird mit den geringsten Mitteln errungen. Die geringste mit den größten verteidigt.

Wer zehn Gebote braucht, dem helfen keine hundert.

Im Leben eines anderen findet man sich stets besser zurecht als in seinem eigenen.

Der Mantel der Geschichte bedeckt ihre Blößen nur notdürftig.

Doctor honoris causa: Ein ausgezeichneter Bekanntheits-Grad.

In einem brüllenden Löwen erkennt der Löwe die Gefahr. Die Maus den Artgenossen.

Im Alter hat nur das Bestand, was vor dem Kind, das man war, bestanden hätte.

Die Gedanken sind frei. Aber man kann sie jederzeit wieder einsperren.

Die Aufforderung sich zu ändern, befolgen stets die, von denen man wünschte, sie täten das nicht.

Am meisten beschäftigen uns die, mit denen wir fertig sind.

Je leichter der Abschied, desto wortreicher.

Wer das Sagen hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.

Man kann viel aus der Geschichte lernen. Aber offensichtlich nicht alles behalten.

Man gewinnt nichts, wenn der andere alles verliert.

Wenn Traditionen daniederliegen, müssen sie gepflegt werden.

An einem falschen Ort kann man nichts Richtiges sagen.

Am heftigsten bejammert wird das, dessen man sich nicht zur rechten Zeit erfreut hat.

Nichts zähmt besser als Füttern.

Rechne auch mit denen, auf die du nicht zählen kannst.


Franz Christoph Schiermeyer betreibt auch eine eigne Homepage mit vielen weiteren Aphorismen:

Link: http://www.fcschiermeyer.de/