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Retroanalyse im Schach

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Stanislav Vokal

Aufgaben und Lösungen

9716 - Stanislav Vokal

diagrammes, Vol. 91, 1997, Nr. 3683

[4k2r/1p1p1p1r/2pPpPp1/2P5/4P3/4R1pb/PPP5/R3K3]

10+11. Matt in drei Zügen

[4k2r/1p1p1p1r/2pPpPp1/2P5/4P3/4R1pb/PPP5/R3K3]

Lösung

Die weißen Bauern c3, d6 und f6 haben insgesamt mindestens vier schwarze Figuren geschlagen; der [Lc8] wurde auf c8 geschlagen. Damit ist der Verbleib aller fehlenden schwarzen Figuren bekannt.

Da der  [Lc8] auf c8 geschlagen wurde, muss der Lh3 eine Umwandlungsfigur sein. Umgewandelt kann nur der [Ba7] haben.

a) Angenommen, weiß darf noch rochieren. Dann muss der [Ba7] auf d1 oder f1 umgewandelt haben, ohne das Feld d2 zu betreten: Ba7:b:c:d:e:d|f. Insgesamt hat der [Ba7] dann fünf mal geschlagen; die sechste fehlende weiße Figur hat der Bg3 geschlagen. Der [Ba7] hat auf dem Weg zur Umwandlung auch den [Bh2] geschlagen, der zuvor umgewandelt haben muss. Auf dem Weg zur Umwandlung konnte der [Bh2] mangels Schlagmöglichkeiten die h-Linie nicht verlassen; er muss auf h8 umgewandelt haben. Der [Th8] hat also schon einmal gezogen; Schwarz darf nicht mehr rochieren.

b) Angenommen, Schwarz darf noch rochieren. Dann kann der [Bh2] nicht auf h8 umgewandelt haben und der [Ba2] muss das Feld f7 betreten haben. Weiß darf also nicht mehr rochieren.

Wir haben also den klassischen Fall der sich gegenseitig ausschließenden Rochaden. Die Konvention sagt nun, dass in so einem Fall genau eine Rochade erlaubt ist: Die erste Rochade verhindert die zweite.

Also:

1. 0-0-0    ~
2. Te3-a3   ~
3. Ta3-a8#