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Retroanalyse im Schach

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Stanislav Vokal

Aufgaben und Lösungen

9607 - Stanislav Vokal

Die Schwalbe, 1996, Nr. 9381

Korrigierte Version, 1999

[2bn2R1/np1p1p1p/1PP1N2k/pp2pKpP/P2P3R/4P3/1P4P1/3B4]

13+12. Weiß nimmt einen Zug zurück; dann Matt in einem Zug

[2bn2R1/np1p1p1p/1PP1N2k/pp2pKpP/P2P3R/4P3/1P4P1/3B4]

Lösung

Weiß nimmt Bd2-d4 zurück und setzt mit Bh5:g6 e.p. matt.

Die Idee dass Autors ist es offenbar, dass Weiß einen Zug derart zurücknimmt, dass der letzte Zug von Schwarz Bg7-g5 gewesen sein muss (damit wäre Bh5:e6 e.p. möglich).

In der gegebenen Stellung kann nicht bewiesen werden, dass der letzte Zug von Schwarz Bg7-g5 war. Der letzte Zug von Schwarz hätte auch Bd6:e5, Bf6:e5 oder Bf6:g5 gewesen sein können. Der Bauer hätte zwei mal geschlagen und der Bb5 ein weiteres mal.

Ba6-a5 kann nicht der letzte Zug gewesen sein, da sonst der [Ka8] eingesperrt gewesen wäre; er ist aber von den weißen Bauern außerhalb des Käfigs geschlagen worden. (Da noch alle 8 schwarzen Bauern am Brett stehen, hat auch keine Bauernumwandlung stattgefunden.)

Nimmt Weiß jedoch -1. Bd7-d5 zurück, dann muss der [Lc1] auf c1 geschlagen worden sein. Es wurden noch zwei weitere weiße Figuren geschlagen; eine davon vom Bb5. Ein anderer schwarzer Bauer kann nicht zwei mal geschlagen haben; also scheiden Bd6:e5, Bf6:e5 und Bf6:g5 aus. Bleibt einzig und alleine Bg7-g5 als letzter schwarzer Zug übrig; Bh5:h6 e.p. ist damit legal.

Anmerkung: Die weißen Bauern d4, b6 und c6 haben insgesamt alle vier fehlenden schwarzen Figuren geschlagen, und zwar vom rechts unten nach links oben.