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Retroanalyse im Schach

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Stanislav Vokal

Aufgaben und Lösungen

9502 - Stanislav Vokal

Praca, 1995, Nr. 1481

[4k2r/KpBp1p2/p1pPpP2/4p1N1/5p1n/3P4/3PP1P1/6Q1]

10+11. Matt in drei Zügen

[4k2r/KpBp1p2/p1pPpP2/4p1N1/5p1n/3P4/3PP1P1/6Q1]

Lösung

Schwarz setzt in drei Zügen matt:
1. Lc7-a5!  ~         1. Lc7-a5!  Bc6-c5
2. Dg1-b6   ~         2. Dg1:c5   ~
3. Db6-d8#            3. Dc5-c8# 

Und warum nicht so?

1. Ka7-a8?  Sh4-f5!   1. Ka7:b7?  Sh4-f5!
2. Dg1-a7   Sf5-d6!   2. ~        Sf5-d6+!
3. Da7-b8   Sd6-c8!

Schwarz darf nicht mehr rochieren. Beweis:

Angenommen, Schwarz darf noch rochieren. Dann wurde der [Ta8] in seinem Käfig {a7, a8, b8, c7, c8, d8} geschlagen. Der [Lc8] wurde wegen der Bauern [Bb7] und [Bd7] auf c8 geschlagen. Der weitere schwarze Figuren haben der Bd3=[Bc2] und der Bd6=[Bb2] geschlagen. Damit ist der Verbleib aller fehlenden schwarzen Figuren bekannt.

Die Bauern Be5=[Bf7] und Bf4=[Bh7] haben insgesamt 4 mal geschlagen; der [Lf1] wurde wegen der Bauern [Be2] und [Bg2] auf f1 geschlagen. Be5 und Bf4 müssen dabei entweder den [Ba2] oder den [Bh2] geschlagen haben, die dazu umwandeln mussten, ohne eine schwarze Figur zu schlagen.

Der [Ba2] kann nicht ohne eine schwarze Figur zu schlagen umgewandelt haben, da die a-Linie durch den Ba3 blockiert ist. Also muss der [Bh2] umgewandelt haben, und zwar auf h8 (oder auf h7, wobei er den [Th8] auf der g-Linie geschlagen hat).

Widerspruch zur Annahme! Schwarz darf also nicht mehr rochieren!