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Retroanalyse im Schach

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Die Schwalbe

Aufgaben und Lösungen

10223 - Unto Heinonen

Die Schwalbe, Heft 174, 12/1998

Erste ehrende Erwähnung Informalturnier 1998

[RnBQkBnR/5p1p/7p/2ppp3/3N1P2/1P6/2PPPK2/r1bq1b1r]

12+14. Beweispartie in 21.5 Zügen

[RnBQkBnR/5p1p/7p/2ppp3/3N1P2/1P6/2PPPK2/r1bq1b1r]

Lösung

von Gerald Ettl:

Deutlich in der Schlussstellung erkennbar, zieht es die Figuren beider Parteien in das gegnerische Lager. Doch unklar ist, ob sich nicht darunter eine UW-Figur befindet. Eine Vorüberlegung könnte so aussehen: wK(1), sD(3), wB(5),wS(2) sind 11 unbestrittene w Züge. Die beiden wTT und die beiden wLL stehen noch aus. wTh8(3), wTa8(2-4), wLc8(2-4), wLf8(2-4). Jede UW dauert mindestens 5 Züge und jede Überführung von der Grundlinie zur gegnerischen weniger. Die Addition der mind. Züge 11+3+2+2+2 zeigt schon, dass keine UW in Frage kommt. Nicht anders verhält es sich bei Schwarz. Wie durch Verallgemeinerung meiner Beweisführung ersichtlich ist, gibt es nur Lösungen, wenn die mind. Anzahl der aufgezählten Züge nicht über zusätzliche 2 Züge hinauswächst. Die Bestätigung für einen echten w/s Platzwechsel ohne UW. Das ist schon eine große Hilfe. Die sD schlug den wBa. Das ist nunmehr keine so große Überraschung mehr. So klar ist das voneinander abhängige T-T Verhältnis und L-L Verhältnis noch nicht. Theoretisch gab es hier einen Spielraum. Doch bald erkennt man, dass der wT den sBb7 schlagen musste und die Zugzahl 2 auf 4 ansteigt. Plötzlich sind es schon 22 wZüge. Demnach mussten die wLL je zweimal gezogen haben. Im Umkehrverhalten die sLL je viermal um aneinander vorbeigekommen zu sein. Mit diesem Ergebnis gelingt es auch die Beweispartie zu erspielen. Das scheint alles nicht so schwer zu sein wie angenommen. Tatsächlich aber hatte ich am Anfang enorme Schwierigkeiten, mich in das Stück hineinzudenken. Natürlich ist dann alles einfach. Aber das sagt man bekanntlich immer erst hinterher. Mit etwas Phantasie läßt sich das Thema so beschreiben: Je 2T, 2L und 1D schlüpfen in der Ausgangsstellung in ein anderes Gewand.

1.h4 Sf6 2.h5 Tg8 3.h6 g:h6 4.Sf3 T:g2 5.Tg1 Th2 6.Tg8 Th1 7.Th8 Sg8 8.b3 Lg7 9.La3 Lb2 10.Sd4 e5 11.Lf8 c5 12.f4 Da5 13.Kf2 D:a2 14.Lh3 D:b1 15.Dg1 Dd1 16.T:a7 Lc1 17.T:b7 Ta1 18.Ta7 Lb7 19.Dg5 Lg2 20.Ta8 d5 21.Lc8 Lf1 22.Dd8+