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Retroanalyse im Schach

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100 mal Kniffel-Schach

von Peter Krystufek

100 - Peter Krystufek

100 mal Kniffel-Schach, 1986

[1n2k1Br/p1pp2Qp/1p3p1p/5PP1/8/3P4/PPPrbP1P/RqB1K3]

13+13. Wer darf noch rochieren?

[1n2k1Br/p1pp2Qp/1p3p1p/5PP1/8/3P4/PPPrbP1P/RqB1K3]

Lösung

Fall A

Wenn der Bd3 von e2 stammt, dann stammt der Bf5 von d2. Gemeinsam haben die beiden Bauern drei mal geschlagen; d.h. alle fehlenden schwarzen Figuren, mithin auch den fehlenden [Ta8]. Dieser kann aber nur dann von einem der beiden Bauern geschlagen worden sein, wenn der schwarze König bereits gezogen hat.

Es kann nicht bewiesen werden, dass der weiße König oder der weiße Turm schon einmal gezogen haben. Weiß darf also noch rochieren.

Fall B

Wenn der Bd3 von d2 stammt, konnte der Td2 nicht nach d2 gelangen, ohne dem Ke1 Schach zu gebieten, dem sich dieser nur durch Ziehen entziehen konnte. Weiß darf also nicht mehr rochieren.

Es kann nicht bewiesen werden, dass der schwarze König schon einmal gezogen hat. Schwarz darf also noch rochieren.

Zusammenfassung

Es kann  bewiesen werden, dass entweder Weiß oder schwarz nicht mehr rochieren darf, aber nicht, welcher von beiden!