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Retroanalyse im Schach

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100 mal Kniffel-Schach

von Peter Krystufek

65 - Peter Krystufek

100 mal Kniffel-Schach, 1986

[2nBRbnr/p2p3p/1P1kPPN1/R4Kpb/2QP3q/2p2BN1/P1P3PP/8]

16+12. Es haben keine Bauernumwandlungen stattgefunden. Die erste Figur, die geschlagen wurde, war der schwarze Turm. Mit dem vorletzten Einzelzug wurde kein Schach geboten. Mit dem letzten Einzelzug wurde eine Figur geschlagen. Was waren die beiden letzten Einzelzüge?

[2nBRbnr/p2p3p/1P1kPPN1/R4Kpb/2QP3q/2p2BN1/P1P3PP/8]

Lösung

Da noch alle weißen Figuren am Brett stehen und im letzten Zug eine Figur geschlagen wurde, muss Weiß zuletzt gezogen haben.

Schwarz fehlen ein Turm und drei Bauern. Da der schwarze Turm die erste Figur war, die geschlagen wurde, muss im letzten Zug ein schwarzer Bauer geschlagen worden sein, und das auf seiner Ausgangslinie. Die schlagende Figur muss noch auf dieser Linie stehen. Dafür kommen Bb6, Be6, Bf6, Kf5, und Lf3 in Frage.

Bc5:b6 ep. und Be5:f6 scheiden aus, da die beiden Bauern auf c5 bzw. e5 Schach (im vorletzten Zug!) geboten hätten.

Kf6 kann nicht gezogen haben, ohne im vorletzten Zug im Schach gestanden zu haben.

Auf f6 kann kein schwarzer Bauer gestanden haben, da sonst der weiße Bf6 beim Herumlaufen um den [Bb7] zweimal hätte schlagen müssen, es dafür aber keine geeigneten fehlenden schwarzen Figuren gibt.

Der letzte Zug war also Bd5:e6 ep.; der vorletzte war daher Be7-e5.