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Retroanalyse im Schach

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100 mal Kniffel-Schach

von Peter Krystufek

53 - Peter Krystufek

100 mal Kniffel-Schach, 1986

[2B5/4p1p1/1p1p1p2/1p1p4/1P6/6P1/P2PP1P1/1Bb5]

8+8+3. Welche Figuren stehen auf den markierten Feldern?

[2B5/4p1p1/1p1p1p2/1p1p4/1P6/6P1/P2PP1P1/1Bb5]

Lösung

Zwei der fehlenden Figuren müssen die beiden Könige sein.

Der weiße König kann weder auf c4 noch auf e5 stehen, da er dort im unzulässigen Doppelschach von Bb5/Bd5 bzw. Bd6/Bf6 stehen würde. Er steht also auf a3 (im Schach des Lc1).

Der [Lf8] ist wegen Be7/Bg7 auf f8 geschlagen worden. Der Lc1 ist daher kein Originalläufer, der fehlende schwarze Bauer hat also umgewandelt. .

Der [Lf1] ist wegen Be2/Bg2 auf f1 geschlagen worden. Der Lc8 und der Lb1 sind daher keine Originalläufer, die beiden fehlenden weißen Bauern haben also umgewandelt.

Der letzte Zug von Schwarz kann nicht Bc2-c1L oder Bb2:c1L gewesen sein, da die fehlenden schwarzen Bauern zu schwarzen Läufern geworden sind. Wie hat also der Lc1 Schach gegeben? Er kann nicht von b2 gekommen sein, da er dort ebenfalls Schach geboten hätte. Also liegt ein Abzugsschach vor, eine schwarze Figur ist von b2 weggezogen und hat das Schach des Lc1 aufgedeckt.

Die einzige Möglichkeit dazu ist Sb3-c4. Auf c4 steht daher ein schwarzer Springer, bleibt e5 für den schwarzen König.