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Retroanalyse im Schach

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100 mal Kniffel-Schach

von Peter Krystufek

36 - Peter Krystufek

100 mal Kniffel-Schach, 1986

[4k2r/1pQqp3/p1pp1Bp1/P6p/rnP1P3/2bB4/1P1P1PP1/1N2K2R]

13+13. Der Ke8 und der Th1 haben noch nie gezogen. Wer darf noch rochieren?

[4k2r/1pQqp3/p1pp1Bp1/P6p/rnP1P3/2bB4/1P1P1PP1/1N2K2R]

Lösung

Schwarz fehlen S, L und B, Weiß fehlen T, S und B.

Der Ta4 muss durch Bauernumwandlung entstanden sein, da der [Ta8] die Figurenkette Ba6, Bb7, Bc6, Bd6, Be7 und Ke8 nicht durchbrechen konnte. Bc7 und Bd7 können mangels ausreichender Schlagmöglichkeiten auch nicht über Kreuz geschlagen haben.

Der Lf6 muss durch Bauernumwandlung entstanden sein, da der Originalläufer [Lc1] wegen Bb2 und Bd2 auf c1 geschlagen worden sein muss.

Es haben also sowohl ein weißer als auch ein schwarzer Bauer umgewandelt.

Auf schwarzer Seite muss der [Bf7] umgewandelt haben; er zog Bf7~f3:e2:d1|f1=T und hat dabei Springer und Turm geschlagen. Auf d1|f1 hat der schwarze Turm dem Ke1 Schach geboten, dem sich dieser nur durch Ziehen entzogen haben kann. Weiß darf also nicht mehr rochieren. (Zusätzlich hätte der schwarze Turm auf f1 nur dann nach a4 gelangen können, wenn Ke1 oder Th1 gezogen hätten.)

Auf weißer Seite muss der [Bh2] umgewandelt haben; er zog Bh2~h:g:f|h~f8|h8=L.

Bh2~h6:g7:f8|h8=L geht nicht, weil dann alle Schlagfälle auf schwarzen Feldern stattgefunden hätten; der fehlende schwarze Läufer aber auf einem weißen Feld geschlagen worden sein muss.

Bh2~h:g:f~f8=L geht nicht, da der Bauer auf f7 Schach geboten hätte, das dem König zum Ziehen gezwungen hätte. Der schwarze König hat jedoch laut Nebenbedingung noch nie gezogen!

Bleibt Bh2~h:g:h~h8=L, wobei der schwarze Läufer auf einem weißen Feld geschlagen wurde. Der [Th8] muss also schon mindestens einmal gezogen haben; Schwarz darf daher nicht mehr rochieren.