Sphynx
Ein Räthsel-Almanach auf das Jahr 1832, 3. Jahrgang
Verlag:
Krausesche Buchhandlung, Berlin
Datum:
1832
Seiten:
297
Das Buch enthält 97 Originalrätsel (Nr. 201~300) von Freimund Ohnesorgen und
anderen Verfassern mit
Lösungen.
Das Werk ist frei im Internet als PDF verfügbar (für alle, die Fraktur lesen
können):
Das Werk ist gemeinfrei, da alle Verfasser vor mehr als 70 Jahren
verstorben sind.
#
Erste Zeilen des Rätsels
@
∞
13901
Es rauschten die vollen Akkorde der Lust Im festlich
LL
204
13902
Einst da der Gottesfried', das Leid, Das Faustrecht
wollte
FO
205
13903
Die Dritte zu verdienen, zog zum Strauß Die Erst' und
WF
206
13904
Zog ein Ganzes einst von hinnen, Von der Heimat Flur,
FO
207
13905
In des Abends Schattenkühle Saß ich, in der Laube
Grün,
EJ
208
13906
Schlau versteckt in Rosenauen, Lauscht' ein kleiner
Jägers
FO
209
13907
Als einst Michel auf der Wiese Lustig seine Sense
schwang
FvZ
210
13908
1, 2, 3, 4. Einst auf einer 1 im Tanze 2 ich 3 und 4,
FO
211
13909
Herr X., der böse Rezensent, Lobt' einst aus allen
Tönen
MGS
212
13910
Fern in Hellas Blütenauen Hausete, vor Tag und Jahr,
Zu
FO
213
13911
Aus dem fernen nebelgrauen Schimmer Jener guten
FO
214
13912
Gestern früh griff Töffel Micken An das Erste, –
artig g'nug
TH
215
13913
Erster Sänger sang und wie 1 den 1. Wir kannten Sohn
und
FO
216
13914
Ein Wörtlein gibt es aus zwei Wörtern, Schwer zu
entziffern
GAvM
217
13915
Dumpf donnert und toset und brüllet und schäumt Die
Erste
AvF
218
13916
Hallo! frisch auf! in Feld und Wald, Sankt Hubert ist
FO
219
13917
»Und das Ganze soll mich führen In ihr Brautgemach,
Wenn
FO
220
13918
Wo, an welchem Orte, Ich mich nah' dem Worte, Heiter
bin
FO
221
13919
Bon jour Messieurs! bin ein Français, La tête im
Lorbeer
FO
222
13920
Erlauben Se, Se werd'n verzain, Ich mach a klan
Gefeier,
FO
223
13921
Sie. Was i hab mir immer g'dacht, Es wäre halt mein
Lieb
LL
224
13922
Gün Dag ock, prost! Ji All to hoop! Verlös, nehmt mi
nix
FO
225
13923
Saß im hohen Schweizerlande Schwitig, ein Maruseli,
Wo
FO
226
13924
Auf der Ersten wohnt in stiller Hütte, Drei und Vier,
des
WF
227
13925
Als jüngst in Blütentagen mild Die Sonne lächelte auf
grün
FO
228
13926
Durch die dunkeln Fichtenwälder, Über Schnee belegte
FvZ
229
13927
Aus den Stunden, die jetzt kalt mir fliehen, Hebt
mich ein
FO
230
13928
Als in dem Ganzen ich Dich sah, Hellstrahlend, wie
die
MGS
231
13929
O, wandeltest im schönen Land, Der Ersten und der
FO
232
13930
Wie bist Du holdes Mädchen, Vor allen hier im
Städtchen,
LL
233
13931
Lass, o Holde, Dich erbitten, Wend' Dein schönes
Silben
FO
234
13932
Mit der Ersten nah' ich mich bescheiden, Denn es
zeigt
FK
235
13933
Erklärung. 1 und 2 ergreif ich hier, Um Dir etwas zu
bekenn
FO
236
13934
Die Erste gibt es nicht auf Erden, Doch sehe ich,
dass Du
AvF
237
13935
Voll Ersteren fragt Dich die Braut, Dich, den sie
voll Letzt
CB,FO
238
13936
Ob ich die Tage je vergessen werde, Wo Leben ich aus
WF
239
13937
Die Erste sprichst Du mit der Zweiten, Doch nur in
Deinen
MGS
240
13938
Wie man den Vogel an den Federn kennt, So kenn' ich
Dich
FO
241
13939
Drei Silben beschreib' ich Dir, inhaltschwer, Sie
walten in
FO
242
13940
Zwei Silben rufen unumwunden, Dir Zahlung zu in
größter
FvZ
243
13941
Du armes Volk, das einen Potentaten Vergebens sucht,
FO
244
13942
Ich schützte mild der Griechen Fluren, Die Herden
auch ver
AW
245
13943
Die erste Silbe ist ein komisch Wesen, Nie kannst
Du's
FO
246
13944
Das Erste lebt in der Philosophie Als ein Gestirn der
ersten
WF
247
13945
Kannst Du wohl ein Wort ersinnen, Wo das erste
Zeichen
FO
248
13946
Im Altertum geduldigt und gekrönt, Im Mittelalter
stark
FvZ
249
13947
Ich will ein eignes Rätsel bringen, Von Lang und Kurz
und
FO
250
13948
Ein Wörtlein gibt's mit B und P, Von wundersamen
Wesen;
GAvM
251
13949
Weich hat es die Natur geboren, Hart hat die Kunst es
nur
FO
252
13950
Die Erste kurz, die Zweite lang, So heißt es nach der
Mode.
EMO
253
13951
Hinz. Mir ist's ein Rätsel, wie mit stolzen Mienen
Der Amt
FO
254
13952
Mit einem T so wünsch' ich mir's in Sachsen, Mit
einem N
EJ
255
13953
Johann! ei, ei! hast mich des Weins benommen,
Verdreht'st
FO
256
13954
Ein schönes Kind! gehört es Euch? Frau. Die Spitzen
schaut!
MGS
257
13955
Nenne mir den Namen jenes Mannes, Der in Deutschland
FO
258
13956
Ein Buchstab ist mein Erstes, doch fürwahr Im
Alphabete
TH
259
13957
Leser! kannst Du mir wohl weisen, Welche Teller
selber
FO
260
13958
Wirst Du den eig'nen Vogel kennen? – Bist Du ein
Vogler,
FK
261
13959
Die Gottheit von Zwei Ziegenfüßen Wirst Du mir schon
FO
262
13960
Als Himmelskind komm' ich zu Dir hernieder, Mich
führt zu
AvF
263
13961
Meine ersten Silben deuten Wenig, stehen sie allein;
Doch
FvZ
264
13962
Für die Erste streiten im Leben, Wie für ein heilig
geachtet
WF
265
13963
Ich bin ein Weib aus Galliens fernen Auen, Die später
unter
FO
266
13964
Die Erste ist der beste Arzt der Schmerzen,
Ergreifend
EJ
267
13965
Die Ersten sind der Blüten-Pracht entsprossen Die
Florens
AvF
268
13966
Obwohl die Erst' und Zweite unbekannt Dir bliebe,
Da's
FO
269
13967
Das Ganze nennt die Schar der Toren, Die um die Erste
FvZ
270
13968
Die ersten Zwei? es liebt sie jeder Mann, Denn sie
MGS
271
13969
Der Trinker wird das Erste gern im Glase seh'n, –
Ich? frei
FO
272
13970
Kennst Leser Du das sanfte zarte Wesen, Die erste,
große
AvF
273
13971
Weh' dem, der meine ersten Beiden Als Anteil hier auf
AW
274
13972
Du kannst es pressen Und essen Und brennen, Nun,
wirst
FO
275
13973
Mein Erstes ist in Dörfern und in Städten Bald groß,
bald
WF
276
13974
Wer die Letzten durch sein Handeln, Wer den Schmerz
in
FvZ
277
13975
Hell flimmert mein Erstes bei düsterer Nacht, Wo
Frohsinn
AvF
278
13976
Kennst Du es wohl, das hoch am Himmel thront, Den
Mond
EJ
279
13977
Ein Wort, von dem mein Rätsel singt, Hat zweierlei
DS
280
13978
Geboren in der heißen Zone Sand, Zeigt es sich Dir im
FO
281
13979
Man sucht aus der Erde mein Erstes hervor; Die
Letzten,
FO
282
13980
Decket die Erste die schlummernden Auen, Lustig
erklingen
WF
283
13981
Niemand hat die Ersten noch gesehn, Doch kann Niemand
FO
284
13982
Um meine erste zu ertragen, Bewaffne mit der zweiten
Dich
FvZ
285
13983
Ein lauter Diener, ohne Sprach' und Worte, Den zeigen
Dir
WF
286
13984
In aller Völker frühester Geschichte Wird der
Historiker uns
EJ
287
13985
Das Erste soll im bürgerlichen Leben Der Landesfürst
durch
FvZ
288
13986
Ein Rätsel will ich bringen, Im großen Kettenbund,
von
Homonyme: Blatt, Reis
FO
289
13987
Sechs Rätsel bracht' ich an der Zahl, Ein Rätsel zu
FO
290
13988
Hast, Rätselmeister, Du mit acht, In voller Summe
FO
291
13989
D'une bete, nommez le nome Assez connue, laquelle,
FO
292
13990
Du siehst vor Dir Die Erste hier; Die Zweite bot Schon oft
LL
293
13991
Ihr lieben Leser, die Ihr wisst,
»Wie viel es hat geschlagen
FO
294
13992
(Rechenaufgabe)
FO
295
13993
(Rebus)
EMO
296
13994
(Rechenaufgabe)
FO
297
13995
Kennst Du, lieber Leser, wohl ein Wort, welches aus
neun
FO
298
13996
Kannst Du jenes Ding mir sagen Das in kalten
Wintertagen
EMO
299
13997
Warst Du immer ein Ödip, Rietst Du, was die Sphinx
FO
300
#
ist die Nummer des Rätsels hier bei uns
@
ist der Autor (falls angegeben):
AW (A. Wollheim),
AvF (Adele v. F.),
CB (Charlotte B.),
DS (Der Sansfaçon),
EJ (E. Jacobi ),
EMO (Eduard Maria Oettinger ),
FK (Ferdinand Kind),
FO (Freimund Ohnesorgen),
FvZ (Freiherr v. Zedlitz ), GAvM (G. A. v. Maltitz ),
LL (Ludwig Liber, (d. i. Ludwig Lesser ), MGS (Moritz Gottlieb Saphir ),
TH (Theodor Hell ),
WF (W. Förster)
∞
ist die Nummer des Rätsels in Sphynx von 1832, herausgegeben von Freimund
Ohnesorgen. Nr. 201 bis 203 gibt es nicht.
Die günstigen, ja oft schmeichelhaften Urteile, welche fast in allen
Zeitblättern über die Sphynx gefällt wurden und besonders die rege Teilnahme,
deren sich das anspruchslose Werkchen erfreute, veranlassten mich zu der
Fortsetzung desselben, zur Herausgabe des dritten Jahrganges. Um mich für die
gute Aufnahme bei den teilnehmenden Lesern und Losem dankbar zu zeigen, suchte
ich nunmehr dem Werkchen einige Vielseitigkeit zu verleihen, dadurch, dass
ich, wie das Titelblatt zeigt, mich vom Verfasser zum Herausgeber verwandelte,
indem ich mehrere bekannte Rätsel-Autoren zur physischen Höhe vor dem Oedipus
des Publikums ladete. Was mehrere gefeierte Musen, die ihre Schwingen regten,
mir vertrauten, lege ich im farbigen Wechsel von Ernst und Scherz, auf den in
moderner Zeit so reich begabten Altar der Belletristik und ans Herz der
Rätselfreunde.
Da der Zufall es gewollt, dass hier oder dort Zwei Autoren ein Rätselwort
zum Wickelkinde ihrer Muse wählten, so habe ich eins derselben in dem
ödipischen Appendix, in Stelle der Auflösung aufgenommen, da die verschiedene
Bearbeitung eines Stoffes Interesse erregen, und das Finden der Lösungen
genügend erleichtern dürfte. Um nicht gleich auf den ersten Blick von der
»»gezähmten Neugierde erkannt zu werden, sind auch die übrigen Auflösungen
leicht verschleiert und die Buchstaben hinter Zahlen versteckt, so dass erst
der Schlüssel, ein wahrer Dietrich der alle Rätsel schließt, hervorgesucht
werden muss. Wenn ferner eine Auflösung auf eine andere verweiset, so wird man
dies dem Herausgeber hoffentlich nicht verweisen, oder keinen verweis ihm
darüber erteilen. Da endlich das rätsel-liebende Publikum, unbeschadet seines
Kunstsinnes, immer auch ein geld-liebendes Publikum bleibt, so halte ich für
nötig zu entschuldigen, dass dieses dritte Bandchen ihm in doppelter Beziehung
teurer und kostbarer wie die ersten sein wird, indem er nicht allein die
Sphynx mit den Geistesprodukten mehrerer gefeierten Autoren schmückte, sondern
auch einen höheren Preis hatte. So übergibt denn, in der Hoffnung, die
Auflösung seiner letzten Charade der Lese- und Löserwelt, zu finden, diese
dritte Sphynx-iade der