Julie Wilhelmine Ruhkopf (* 9. Nov. 1799 in Bielefeld; † 1880 in Dresden) war
Prinzessinnenerzieherin und lebte anschließend einige Jahre in der Schweiz.
Nach ihrer Rückkehr Vorsteherin des Schwesternhauses Frauenschutz in Dresden.
Pseudonyme: Irene
Siehe auch: Wikipedia, Deutsches Textarchiv
| Verlag: | Carl Flemning, Glogau |
| Datum: | 1861 |
| Seiten: | 140 |
Das Werk ist frei im Internet als PDF verfügbar (für alle, die Fraktur lesen können):
Die Werke von Julie Ruhkopf sind gemeinfrei, da deren Verfasserin vor mehr als 70 Jahren verstorben ist.
| # | ist die Nummer des Rätsels hier bei uns |
| ∞ | ist die Nummer des Rätsels in Räthselkranz für Jung und Alt von Julie Ruhkopf von 1861. |
An die Rätselfreunde
Wie Ihr gern mit scharfen: Blicke in Verborg'nes sucht zu dringen,
Und der ernsten Sphinx des Lebens ihre Rätsel abzuringen,
Neiget Euch zu diesem Kranze, und zu seinen heitern Spielen,
Dass er nach des Tages Mühen Euch die Stirne möge kühlen.
Schauet an sein bunt Gemische; wie ich ihn für Euch gewunden,
Hab' ich eine feste Ordnung und Bedeutung ihm verbanden;
Seht die Blätter, vielgestaltet, klein und groß, es sind Scharaden,
Logogriphe, Anagramme sind die Sprossen, Gräserfaden,
Die am Stängel munter flattern, um die Blumen kosend schweben,
Die den Reiz der Rätselblüten freundlich suchen zu erheben.
Knospen, Blumen sind die Rätsel, sie, des Pflanzenlebens Fülle,
Strebt, dass die verschlossne Tiefe Eurem Sinne. sich enthülle;
Und verschmäht auch nicht die langen, rankenhaften Streckscharaden:
Aller Deutung aufzufinden seid Ihr freundlich eingeladen.