Sphinx (1861)
von Eduard Prosch
Sphinx
Räthsel-Gedichte von Eduard Prosch. Neue Folge.
Verlag:
Alexander Duncker, Berlin
Datum:
1861
Seiten:
185
Das Buch enthält 100 Rätsel von Eduard Prosch mit Lösungen. Viele
der Rätsel sind zuvor in diversen Zeitungen erschienen.
Quellen und Copyright
Antiquarisch erstandenes Buch. Das Werk ist gemeinfrei,
da der Verfasser vor mehr als 70 Jahren verstorben ist.
Rätsel aus Sphinx (1861) von Eduard Prosch
#
Erste Zeilen des Rätsels
∞
7204
Du einem weiten Meere schwimmet Der Ersten beiden
28
7230
Die ersten beiden Silben schützen Vor Wunden Dich
6
7237
Vorwärts bringet es Labung, den dürstenden Fluren
59
7256
Mir sind der große, reiche Bronnen, Der Deinem Durste
35
7262
Her Muttererde eng verbunden Steht fest und treu das
16
7278
Ich lieb' es, immer vorwärts schreiten, Zum fernen
96
7294
Das Erste ist ganz klar, durchsichtig, Auch ist Dein
81
7306
Als Frucht des Herbstes kannst du lesen In großer
75
7311
Die ersten Beiden sind der Treue, Der Deutschen Kraft
42
7322
Ich will Von einem schönen Paare Erzählen, was Ihr
32
7344
Es war in einem Städtchen Ein feiner junger Mann,
57
7365
Das Erste stand auf allen Vieren, Versehn mit Gaben
91
7386
Du böses Mädchen, lass Dir sagen, Vernimm des
31
7397
Es lebt' einmal in alten Zeiten Ein König, dem Gott
64
7402
Ich throne in dem Reich der Lüfte Auf hoher Warte,
1
7429
Das erste Wort hält gut verstecket Die Waffen,
23
7441
Das Erste soll von allem Wissen Und Lernen stets
68
7556
Ich wünsch', dass Dir in allen Dingen Das erste Wort
49
7475
Das erste Wort soll Dir benennen Den Jüngling, der
101
7484
Die ersten beiden Silben stritten Für Ehre, Gott und
78
7493
Am Ersten ist der Held Verwegen, Er schwankt und
60
9033
Schrecken füllet Dir und Grauen Das erste Silben-Paar
5
9048
Geliebtes Mädchen, darf ich hoffen; Wirst endlich Du
36
9059
Wer immer tändelt durch das Leben In Leichtsinn und
77
9070
Ich bin des Wohllauts stummes Zeichen, Ich werd'
41
9077
Die erste Silbe floh, gebeuget Von schwerem Fluch, in
19
9084
Geleitet von der Schönheit Normen, Vom Feuer, das
2
9130
Die ersten beiden Silben nehmen Mit Hab und Gut es
24
9144
Es schütze Dich zu allen Zeiten Der Himmel Vor dem
100
9151
Mir sind Vereint an einem Orte, Zu einem Zwecke alle
88
9167
Ich bin zwar Deinem Kopfe ferne Und ferne der
65
9190
Das Erste nützt verschiednen Zwecken, Es sättigt
20
9193
Liebst Du der Rose Form und Fülle, Den feinen Duft
39
9216
»Ihr redet viel, jedoch Ihr brechet Die Frucht für
67
9229
Zur Gattin wurde jüngst erwählet Des Vaters einzig
8
9250
Einstmals hat es bezwungen, durch blutige Schlacht
56
9261
Rühmlich ist es, wird es bleiben, Mit dem Schwert fürs
34
9283
Genossen waren schon die Fische, Gemüse und noch
93
9297
Ich kenn' ein Land voll Wundergaben, Voll reichen!
62
9304
Die erste Silbe kommt und bringet Die besten Freuden
22
9318
Es scheut der Mensch nicht die Beschwerde Für Geld
7
9325
Ein Entlarven von Verbrechen Ist des Worts
46
9343
Eis; trieb ein Bursch' mit bösem Blute Ganz heimlich
63
9360
Ich bracht' den Anfang der Geschichte, In mir fing
48
9392
Das Erste ist ein üblich Zeichen Der Trauer, die das
97
9408
Es dringt auf wunderbare Weise Ins Herz der Töne
74
9424
Das schöne Klärchen ward verehret Von einem jungen
50
9443
Willst Du der Rede entgegnen, beginne nur Deine
13
9461
Das Erste ist zwar ohne Krone In seinem Volk doch
30
9476
Man hörte stets die Erste preisen, Man nennt sie
55
9497
Die Erste ist oft toll, oft heiter, Bisweilen aber ist
sie
72
9547
Mein ersten Wort könnt' ich berichten Der Wunder viel
15
9553
Gewichtig ist zu allen Zeiten Das erste Wort für jeder
37
9566
Es kann das erste Wort Dir zeigen Dein ganz getreues
99
9571
Die Erste ist zu Deinem Leben Ein ganz notwendig
86
9586
Ein Jüngling flehte voll Entzücken: Es glüht mein Herz
58
9616
Ich sprach zu ihr: »Aus Euren Blicken Heil« ich was
4
9641
Kraftvoll trägt es den Himmel, den Mond und die
17
9657
Sein Vorrecht, was ihm Gott verliehen, Gab er dahin
33
9668
Jüngst traf ich auf der Promenade Ein Mädchen wie
92
9674
Sei artig! lass Dir's endlich sagen, Du tobst und
schrei
82
9710
Ich bin's worum sich alles wendet Zu Fuß, zu Wagen
53
9712
Ich bin was jeder gerne wäre, Besonders die gelehrte
66
9728
Es sank des Abends stille Feier Herab auf Wald Und
79
9751
Das Erste ist am feuchten Strande Des Meeres wohl in
29
9795
Las erste Wort, das mächtig, große Umzieht den
21
9804
Ich diene Dir an vielen Stellen, In Kirchen, Küchen,
38
9820
Ich bin beliebt bei vielen Leuten, Denn ich bewahre
70
9828
Zu schwurst mir einst auf ewig Treue, Du schienst so
3
9877
Das erste Wort, ein tapfrer Degen· War einst
18
9899
Ich trage Dich und werd' getragen, Ich putze Dich und
40
9903
Wenn Zeichen sehe ich verbunden, Davon neh1n' ich
98
9916
Das Erste sind der Mond, die Sonne, Der Silbersterne
84
9923
Das Erste ist ein Kind des Zweiten, Nicht schön, doch
61
9957
Als Fremden hörst Du oft mich nennen, Hier komm' ich
26
9980
»Mein Sohn,« so sprach die Mutter täglich, »Du kennst
45
10608
Vorwärts macht es Dir kund die zu Dir sich neigende
43
10616
Am ersten Worte ist enthalten Der reichsten Freuden
54
10622
Zwei Namen bilden einen dritten, Doch nimmst den
95
10633
Es irrt von banger Nacht erfüllet Der Zweifel fragend
76
10639
Ich bin das Wort, durch das der Töne Gewalt zu Dein
52
10645
Der Erde Wunder seh'n, begreifen, Das ist mein
27
10654
Im Unmut wird sehr leicht erreget Der beste Mensch
94
10662
Dem Leichentuche ähnlich strecket Sich über Felder
90
10669
Das Erste ist ein Bild der Stärke, Von königlichem
Sinn
10
10680
Die Erste magst Du überschreiten, Sie kürzet oft den
73
10685
Mit Nutzen bin ich zu verwenden Vom Grafen wie vom
47
10691
Es schlummert tief in Berges Gründen, Im harten Fels
9
10697
Ich bin im engen Raum verborgen Und ruhe sicher ein
25
10710
Die Erste ist in gleichem Maße Zum Reiten, Fahren
44
10714
Das erste Wort erfüllt mit Grausen Die schwache Brust
87
10728
Ich, gebt die Erste mir, o Teure, In der für mich der
71
10735
Feindlich erscheint es oft, doch öfter als Zeichen
der
51
10741
Ich bin's wonach sich mancher richtet, Wer gute Form
14
10752
Ich prange herrlich im Gewande Der Hoffnung, bin an
69
10764
Du wünschest mich der Heißgeliebten, Dem teuren
85
10767
Das erste Wort erzeuget Schrecken, Wenn tobend es
83
10778
Ich war entzückt von meiner Schönen Und sprach sehr
80
10784
Ich biete Dir ein buntes Treiben, Trompetenton und
11
10789
Ich bin ein Teil von: Räderwerke, Das Dir den Lauf
der
12
10796
Sie gab ganz deutlich mir ein Zeichen, Die ersten
Silben
89
#
ist die Nummer des Rätsels hier bei uns
∞
ist die Nummer des Rätsels in Sphinx, Neue Folge von 1861
Prolog
Bis ich, die Sphinx, vor wenig Jahren
Der Rätsel viele schickt' ins Feld,
War zweifelnd ich ob meine Scharen
Bestehen würden vor der Welt.
Mir war zugleich davor auch bange,
Dass ihre Form getadelt würd',
Ich bin ja Neuling im Gesange;
Gott Lob! ich habe mich geirrt.
Zwar ist auch die Kritik gekommen
Mit ihrem scharfen Richterschwert,
Hat alles gründlich durchgenommen
Und mich mit ihrem Spruch beehrt;
Doch war sie milde stets und schonend
Ja, lobend war ihr Urteil oft.
Mein Unternehmen wurde lohnend,
Weit mehr als wie ich je gehofft
Das gab mir Mut zu neuem Wagen,
Die zweite Folge ist bereit,
Ich geb' sie hin mit minder Zagen,
Mit Hoffnung auf Gerechtigkeit.
Allein ich weiß, solch neues Spenden
Ist stets ein neues Wagestück;
Nur Nachsicht kann, sie mög' es wenden
Zu meinem und des Dichters Glück.
Epilog
Seid Ihr nach so viel Rätselplagen
Zum Schlusse glücklich angelangt.
So will ich Lebewohl Euch sagen,
Für Eure Mühe meinen Dank.
Doch möcht' ich gern ein Wort noch reden
Von meiner eigenen Person,
Für manchen nötig, nicht für jeden,
Ich denke, das Verzeiht Ihr schon.
Wer prüfend seine Blicke wandte
Schon vorne auf mein Konterfei,
Fand anders dies als das bekannte,
Und dennoch beide sind getreu.
Mein früh'res Bildnis sollt' verkünden
Wie einst die Griechen mich gekannt,
Was jetzt ich zeige ist zu finden
Noch heute im Ägypter Land.
Den Griechen musst' ich Furcht bereiten,
Durch schwere Rätsel quält' ich sie;
Am Nil fehlt mir in alten Zeiten
Verehrung frommer Menschen nie.
Geheimnisvoll war dort mein Wesen,
Ein heilig Rätsel jener Zeit,
Das niemand konnt' von selber lösen,
Den nicht sein Forschen eingeweiht.
Nur wer sich gerne übt im Denken,
Der findet stets den rechten Kern.
Ach, möchtest meinen Rätseln schenken
Ihr solche Mühe gut und gern.
Verschmäht das Stichen im Verzeichnis!
Erforscht die Lösung mit Verstand!
Mein Bildnis ist des Rätsels Gleichnis,
Durch Forschen wird sein Sinn erkannt.