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Rätselgedichte, Rätselreime

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Alois Cobres

Uns sind keine verlässlichen biographischen Daten von Alois Cobres bekannt, außer dass er zumindest zeitweise in Augsburg und Landsberg gelebt und vier Büchlein mit Rätseln verfasst hat.

Siehe auch die Alois Cobres Übersicht

Charaden, Wort-, Sylben- und Buchstaben-Räthsel

zur angenehmen Unterhaltung in Ruhestunden

4. Heft

Verlag: Auf Kosten des Verfassers gedruckt bei Karl Heinrich Kirchner, im Selbstverlag des Verfassers, Landsberg
Datum:
Seiten: 100
Das Buch enthält 50 Rätsel aus der Feder von Cobres mit Lösungen.
 

Quellen und Copyright

Die Hefte sind frei im Internet bei Google als PDF verfügbar (für alle, die Fraktur lesen können): Heft 1, Heft 2, Heft 3, Heft 4.

Die Werke sind gemeinfrei, da der Verfasser vor mehr als 70 Jahren verstorben ist.

Rätsel aus dem 4. Heft

Falls Sie Javascript aktiviert haben, können Sie die folgende Tabelle sortieren, indem Sie auf eine Spaltenüberschrift klicken.

# Erste Zeilen des Rätsels
2010 Das Erste ist ein Freund der Nacht Und hält es mit den 1
2021 Gleich packe dich mit dem Roman! Heißt dass die 15
2032 Die närrischen Menschen! wer sollte es meinen? Sie 41
2060 Das Erste ist eine der köstlichen Früchten Des Feldes, 21
2061 Wenn der Mond in seiner vollen Pracht Majestätisch um 6
2069 Fehlt das Erste auf Latein den Speisen, Schmecken sie 30
2084 Lange lastet schon auf den Geschäften Schwer das Erste 46
2093 Fürsten! Soll das erste Wort euch schmücken, Fraget die 34
2098 Wer muss der Kritik Geisel fühlen, Die alles zu verstehen 11
2809 In der Enkel Herzen eingegraben Bleibt das Erste, denn 32
2820 Sollst du nie der Völker Glück begründen? Nie der stets 50
2827 Das Erste scheint allein für Menschen sich zu schicken, 22
2836 Wo aus mein junger Springinsfeld? Ich eile in die weite 13
2848 Ich bin, mein Sohn! so sprach ein Greis, Das erste Wort, 23
2852 Das Erste ist die ganze Welt, So weit die Sterne reichen 7
2861 Ein Wort voll Hochmut, aufgeblasen, Das Werkzeug wilder 47
2873 Liebst du deine Ruhe Mann! verzichte Auf das Erste, lese 26
2885 Siehst du immer deine Pläne scheitern, Hat ergriffen dich 12
2897 Verrat das Erste Dürftigkeit, Verlierst du es in einer 25
3349 Ein Stutzer ließ den Schneider kommen, Mein Herr! nur 9
3370 Seitdem mein alter Mann, der Bader Entschlief, der mich, 31
3383 Das Erste ist von allen Sachen Das Leichteste, denn schon 45
3461 Mein Freund! wie heißt man den Kastraten, Der uns vor 29
3486 Mit dem Worte kleinlich sich zu brüsten, Das in Wahrheit 16
4469 Kühn durchwühlt der Mensch die Eingeweide Dieser Erde 8
4485 Erweise mir doch den Gefallen Mein Freund! erkläre mir 27
4506 Das ist nicht auszuhalten Schweitzer! Was macht er doch? 43
4527 Siehst du deinen Nächsten Mangel leiden, Und im ersten 2
4531 Schneegestöber, grimmig kalte Winde, Allgemeine Trauer 10
4545 Gut gepflegt von arbeitsamen Händen Wird das Erste 48
5627 Es zeigt der Menschen ganzes Leben Des ersten Wortes 49
5647 Drei Flüsse will ich dir beschreiben, Ich weiß, dein 5
5664 Was fehlt euch Alter? Sorgen plagen Mich gar zu sehr, ich 39
5676 Wort! der Deutsche sucht dich auf dem Felde. Sammelt 24
5689 Rein, und schuldlos schuf im Lustgefilde, (Richtiger 14
5724 Wie das Erste handle stets das Zweite, Wenn Gelegenheit 28
5747 Erforsche deinen Leib vom Kopf bis zu den Füßen, Es ist 42
5772 Wenn ich nur zwanzig Tausend hätte Vom Ersten, rief mit 35
5796 Das Erste liefert dir der Wald Mit einem E am Ende, doch 3
6002 Es eilt, die Menschen zu versorgen Mit dem, was ihren 17
6023 Wird das Erste Madchen! dich verdrießen, Darf der Mann, 44
6049 Du dummer Junge! rief ein Maler Zu seinem ungeschickten 33
6067 Hast du Lust zu einer Wasserreise, Dann begleite mich 18
6075 Liebes Mädchen! kömmt aus deinem Munde Bald für mich 40
6098 Eins der größten Wunder zu erzahlen, Darf ich nur ein sehr 38
6111 Unbegrenzte Schöpfermacht verkünden Soll das Erste dir 20
6132 Ist ein Auktor unbekannt, Nimm ein Buch von ihm zur Hand 36
6153 Wenn des Meeres aufgebrachte Wellen, Tobt ein Sturm, 4
6175 Des Feindes Angriff zu vernichten, Wenn er zum Sturm 19
6196 Es ist für Menschen, nicht für Hunde, Das Wort ein 37
# ist die Nummer des Rätsels hier bei uns
ist die Nummer bei Cobres.

Vorrede zum 4. Heft

An die Herren Rezensenten, Kritiker und Leser dieser Gedichte

Wie! Des Dichters Abschied schien zu sagen,
Nicht mehr will ich meine Leser plagen,
Es verstumme ganz mein Barbiton:
Mich von Tadel gänzlich zu befreien,
Wage ich es, länger zu entweihen
Nicht den Musensitz, den Helikon.

Soll man noch auf einen Dichter bauen?
Nein, der beste schändet das Vertrauen,
Das man arglos seinem Worte schenkt:
Seine Absicht listig zu erzwecken,
Weiß er seine Pläne zu verstecken,
Wenn er fein zu hintergehen denkt.

In der Eile etwas Geld zu fischen,
Fängt er an, aufs neue aufzutischen,
Rätsel, deren Inhalt oft missfällt,
Weil der größte Teil mit nichts als Rügen
Laster geißelt, und mit scharfen Zügen
In zu helles Licht Gebrechen stellt.

Fahre fort! die Galle auszugießen,
Die dich quält, es wird mich nicht verdrießen
Denn die Rügen bin ich schon gewohnt:
Soll ich schüchtern zu Gebrechen schweigen,
Die es Pflicht ist öffentlich zu zeigen,
Da der Kenner Beifall mich belohnt.

Freund! da bist von Scheine ganz betrogen,
Wenn du glaubst, mich hätte angezogen
Der Verdienst, des Geldes Allgewalt:
Was die jungen Dichter sich ersparen,
Ist sehr leicht vor Dieben zu verwahren,
Ihre Werke werden schlecht bezahlt.

Besser sind daran die Virtuosen,
Tragen sie nun Schürze oder Hosen,
Denn von ihnen hat oft ein Konzert,
Durch der Töne Zauber, Reinhei, Stärke,
Mehr als Schillers, mehr als Goethes Werke,
Sind sie noch so schön geschrieben, wert.

Eine Catalani darf nur spaßen,
Alles eilt zu füllen ihre Kassen
Für der Stimme reinen Silberton:
Ein Beluti sammelt leicht sich Schätze,
Er besucht nur die berühmten Plätze,
Gold und Beifall sind des Sängers Lohn.

Die Poeten sind nur arme Schlucker,
Sie verdienen sich oft kaum den Zucker
Zum Kaffe, nur selten ein Glas Wein:
Konnte meinen  Eifer neu beleben
Die Gewinnsucht, und ein reges Streben
Nur nach Geld? ich glaube wahrlich nein.

Kritiker! es galt nur eine Wette,
Ob ich Lust und die Gewandtheit hätte,
Der Scharaden fünfzig an der Zahl,
Eine fertig jeden Tag zu machen,
Bald voll Ernst, geeignet bald zum Lachen,
Worte überließ man meiner Wahl.

Wird es ihm in Eile wohl gelingen,
Eine solche Menge aufzubringen,
An Gedanken reich, und immer neu?
Höre ich so manchen Zweifler sagen,
Der die Werte zahlte, ist zu fragen,
Ob die Sache so unmöglich sei.

Freilich musste ich sie übereilen,
Sie zu ordnen, selbe auszufeilen;
Hatte ich ja gar zu wenig Zeit.
Tragen sie an sich der Eile Spuren,
Sind es halb nur reife Kreaturen,
Tut es mir wahrhaft von Herzen leid.

Darf des Dichters Geist denn nie erschlaffen,
Soll er immer neue Bilder schaffen,
Kräftig, wohl geraten, und voll Witz?
Dann, ich muss es offen euch gestehen,
Wird, ich scherze nicht, mich wieder sehen
Nicht, sobald der holden Musen Sitz.

Landsberg im Monat Mai 1823
Alois Cobres