Logo
Rätselgedichte, Rätselreime

≡ ► ◄ ▲

Rätselgedicht Nr. 15495

von Julie Wolff

Scharade (1+1 Silben)

[1]Die Erste, doppelst du den Laut,
Hebt sich auf goldenem Gefieder
Hoch in die Luft empor, und schaut
Der Sonn' ins Antlitz kühn und hell.
[2]Und vom Gebirge steigt sie nieder.
Ein frischer, fröhlicher Gesell;
Und zieht dann still und ruhig wieder
Durch grüne Täler, Seen und Land;
[3]Wird eines großen Herrn Begleiter,
Und zieht mit ihm nun weit und weiter
Hinab zum fernen Meeresstrand.

Und wie die Erste ist nicht minder
Auch meine Zweite frisch und stark,
Ist der Erzeuger ries'ger Kinder,
Der schwersten Arbeit Überwinder,
Von Staat und Herz das Lebensmark.

Und aus den nun gepaarten Beiden,
Meinst du, ersteh' ein Schön'res noch?
O nein, ein ganzes Heer von Leiden
Bringt uns sein zentnerschweres Joch;
Am schwersten doch, wenn uns die Letzte
Nicht helfend reicht die kräft'ge Hand,
Und wenn uns an der Trübsal Rand
Die eigne bittre Schuld versetzte:
Dann ist aus der Verzweiflung Not
Befreier nur ein sanfter Tod.

Lösung anzeigen

Aar + Mut = Armut

Anmerkungen

Aar: 1. Greifvogel; 2. kleines Flüsschen

3. großer Fluss, in den die kleine Aar mündet

Verweise

Scharaden