[1]Als Einzelner und auch mit seinesgleichen
Steht er ganz harmlos an der Wand;
Bei der Toilette ist er uns zur Hand
Und hütet Eigentum und Ordnung Arm' und Reichen.
* * *
[2]Doch weh, wenn ein verrucht' System sie bilden,
Das dient, ein tausendfaches Unrecht zu verjähren
Und mit Gewalt verdienten Aufstieg zu verwehren!
In Tiefen gehrt es, wo sie harte Ordnung hielten.
Die Ausgestoßnen stöhnen unter ihrem Los
Und wären lieber nie dem Mutterschoß
Entstiegen, als nur lebenslang zu leiden.
Die Unterdrücker, die mit Ekel sie vermeiden,
Und die aus Eigennutz das Volk also geschichtet,
Sie werden unabwendbar von den Opfern einst gerichtet.
Kasten
1. quaderförmiger Behälter; 2. Plural von »Kaste«
Kaste (portugiesisch/spanisch »casta« = »Rasse«, von lat. »castus« = »rein«) bezeichnet in der Ethnologie und Soziologie ein vorrangig aus Indien bekanntes sowie religiös begründetes und legitimiertes soziales Phänomen der hierarchischen Einordnung und Abgrenzung gesellschaftlicher Gruppen. Heute wird es zunehmend als ein umfassendes System zur sozialen Unterdrückung gesehen.