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Rätselgedichte, Rätselreime

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Rätselgedicht Nr. 15338

von Carola Koch

Homonym

[1]Voll Würde und mit Schritten lang und weit,
So wandelt in bewusster Männlichkeit
Er mit Gefolge durch sein Reich,
In Haltung einem König gleich.

Er ist nicht groß, er scheint nicht stark,
Doch seine Stimme dringt ins Mark,
Man weiß, vor ihr entflieht der Leu.
Obgleich kein Türk' ist er Polygamist,
Und völlig offen ist er vielen treu!
Auch mischt sich nicht darein die Polizei.

* * *

[2]Bei einem Nachbarvolke Staatssymbol er ist.
Der gilt für reizbar; nicht friedfertig ist sein Schrei;
Für eitel auch wie 's Urbild; nehmt euch nur in acht,
Man hat mit ihm die leidigsten Erfahrungen gemacht!

* * *

[3]Die Namensvettern suchet nicht in der Natur,
Es sind zwei: ganz verschiedne Zeugen der Kultur.
Das eine, eines Riesen gold'ner Mund,
Tut sein gar freundliches Geheimnis kund,
Wenn man's gleich einem Wunschring dreht:
Ein Trank entströmt ihm dann, o seht,
Wie schäumend frisch und goldig hell!
Die Durst'gen segnen diesen Quell.

* * *

[4]Der and're, eisenhart, kein bisschen schwach,
Gehorcht doch sklavisch kleinstem Fingerdruck.
unheimlich ist dann dieses Däumlings Macht,
Vom Leben hat Unzähl'ge er zum Tod gebracht,
Im Krieg, auf Jagd, und oft aus schrecklichem Versehn:
Ein Blitz, ein Schlag, und 's ist um Mensch und Tier geschehn.

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Hahn

Anmerkungen

1. Tier; 2. Hahn als Nationalsymbol der Franzosen (der gallische Hahn); 3. Zapfhahn; 4. Hahn am Gewehr

Verweise

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