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Rätselgedichte, Rätselreime

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Rätselgedicht Nr. 14819

von Gustav Kafka

Rätsel

[1]Ein seltsamer Vulkan, der in die Lüfte ragt
Und der vor Zeiten einst, wie es das Märchen sagt,
Rauch, Dampf und Feuer spie aus seinem Doppelkrater.
So sagt das Märchen wohl, in unsern Tagen tat er
Desgleichen aber nie, obwohl bisweilen wild
Ein heißer Lavastrom aus seinem Innern quillt.

[2]Und diese Lava schätzt der Mensch als teures Gut,
Um sie wird mancher Kampf seit je geführt mit Wut.
Doch meist kommt aus dem Berg ein Sprudel oder Geyser,
Der rhythmisch steigt und sinkt, bald kräftiger, bald leiser,
Von diesem Sprudel lässt der Mensch zur Zeit verschlingen,
Was fast das wichtigste von allen Erdendingen.

[3]Er tut's gedankenlos, nur dann mit Vorbedacht,
Wenn ihm des Opfers Art und Wert Bedenken macht.
So wunderbaren Berg — das könnte mancher meinen —
Gibt's auf der ganzen Welt doch ganz gewiss nur einen.
Indessen weit gefehlt! In aller Menschen Landen
Sind sie in reichem Maß, unzählig fast, vorhanden,
Nur dass sich meistenteils des Landes Eigenart
In der Struktur des Gipfels deutlich offenbart.

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Nase

Anmerkungen

1. Drache, der Feuer speit; 2. ?; 3. Nase aller Menschen und der meisten Tiere

Verweise

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