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Rätselgedichte, Rätselreime

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Rätselgedicht Nr. 14790

von Friedrich Rautert

Scharade (2+1 Silben)

Bei allen Elementen!
Die Ersten sind das Beste;
Denn Fische, Gänse, Enten
Sind stets willkomm'ne Gäste.

Vor meiner Dritten wahre
Dich, Mädchen, das Geschick!
Nicht Reue langer Jahre
Bringt den Verlust zurück.

Das Ganze sah' ich schäumend,
Doch Philomele sang,
Da wünscht' ich: könnt' ich träumend
Hier sitzen lebenslang!

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Wasser + Fall = Wasserfall

Anmerkungen

Philomele ist eine dichterische Bezeichnung für Nachtigall. Philomele und Prokne waren Schwestern und Töchter des Königs Pandion von Athen, welcher die letztere dem thrakischen Fürsten Tereus zur Gemahlin gab, dem sie einen Sohn Itys gebar. Auf ihren Wunsch holte Tereus die Philomele von Athen ab, um sie zu ihrer Schwester zu bringen, entehrte sie aber unterwegs, und damit sie ihn nicht verraten könne, sperrte er sie ein und schnitt ihr auch noch die Zunge ab. Prokne aber gab er vor, Philomele sei unterwegs gestorben. Philomele stickte ihre Geschichte jedoch in ein Tuch und fand Gelegenheit, dieses ihrer Schwester zuzuschicken, von der sie hierauf an einem Bacchusfeste befreit wurde. Aus Rache fassten die Schwestern nun den unmenschlichen Vorsatz, den Itys zu schlachten und seinem Vater vorzusetzen, und während er noch davon aß, trat Philomele mit dem Kopfe seines Sohnes ins Gemach. Verfolgt vom Tereus ergriffen die Schwestern die Flucht, auf der Philomele in eine Nachtigall, Prokne in eine Schwalbe, Tereus in einen Wiedehopf, außerdem noch Itys in einen Fasan verwandelt und Philomele mit beständiger Schlaflosigkeit bestraft wurden.

Verweise

Scharaden