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Rätselgedichte, Rätselreime

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Rätselgedicht Nr. 14756

von Marie Koch

Logogriph

Ich komme oft in Deiner Kindheit Tagen
An Winterabenden zu Dir ins Haus
Und schmücke das, was einst sich zugetragen,
Mit bunten Farben und Gebilden aus,
Doch auch der ernste Forscher hat mich gerne,
Er prüfet Ursprung, Wesen und Gehalt
Und suchet selbst in nebelhafter Ferne
Nach meiner wahren einstigen Gestalt.

Veränderst Du nun eines meiner Zeichen,
So siehst Du einer Göttin Angesicht;
Vor ihrem Throne muss die Lüge weichen
Und hält sie über Schuldige Gericht.
Sie macht, was in vergang'ner Zeit gewesen,
Noch nach Jahrtausenden dem Auge klar
Und lässt den fernen Enkel staunend lesen,
Wie groß sein Ahn in Thun und Denken war.

Wird noch einmal verwandelt eins der Zeichen,
So wohn' ich unter grünem Blätterdach
Und musst Du leider! um mich zu erreichen,
Zerstören erst mein schönes Wohngemach.
Die Eingebornen lieben meine Speise,
Bin ich von Nutzen doch für Groß und Klein
Und führt der Handel mich auf weiter Reise
Auch lange schon in andre Länder ein.

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Sage, Saga, Sago

Anmerkungen

Saga ist in der nordischen Mythologie die Göttin der Gewässer, Sagen und Geschichten.

Sago ist ein geschmacksneutrales Verdickungsmittel, das aus dem Mark der Echten Sagopalme gewonnen wird.

Verweise

Logogriphe