Gutes ist nicht viel von mir zu sagen,
Denn man zählet mich ganz sicherlich
Zu den steten kleinen Erdenplagen
Und vermeidet und verurteilt mich.
Wie so oft ich in der Kindheit Stunden
Bei Euch eintrat, wisst Ihr doch gewiss!
Schneller kam ich als ich dann entschwunden,
Wo ich ungewünscht mich sehen ließ.
Doch es sei nun jene Zeit geschlossen!
Blicket jetzt zum Sternenzelt hinan,
Wo ich unerreichbar, duftumflossen
Wandle auf der Himmelskörper Bahn.
Unerforscht ist noch mein Duftgewebe,
Doch es strebt der freien Denker Schar,
Dass die Wissenschaft den Schleier hebe
Und das Nebelhafte werde klar.
Schaust Du wieder noch einmal zur Erden,
Werde ich alsdann zu guter Letzt
Ein berühmter deutscher Mime werden,
Dessen edle Kunst die Welt ergötzt!
Vorbild ist er vielen einst gewesen,
Stammt er doch aus Schröders goldner Zeit,
Der die besten Kräfte auserlesen
Und dem Dienst Thaliens sie geweiht.
Fleck
1. verschmutze Stelle; 2. Nebel, Galaxis; 3. Ferdinand Fleck
Johann Friedrich Ferdinand Fleck (* 10. Juni 1757 in Breslau, Fürstentum Breslau; † 20. Dezember 1801 in Berlin) war ein deutscher Schauspieler und Regisseur.
Friedrich Ludwig Schröder (* 3. November 1744 in Schwerin; † 3. September 1816 in Rellingen) war ein deutscher Schauspieler, Theaterdirektor und Dramatiker. Als Reformer der Freimaurerei begründete er ein eigenes Ritualwerk, die sogenannte „Schrödersche Lehrart“, die noch heute von vielen Logen – auch außerhalb Deutschlands – gepflegt wird.
Thaliens = Genitiv von Thalia, in der griechischen Mythologie die Muse der komischen Dichtung und der Unterhaltung