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Rätselgedichte, Rätselreime

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Rätselgedicht Nr. 14723

von Marie Koch

Logogriph

Wenn meinem Worte man die erste Letter raubt
Und zieret es dafür mit einem neuen Haupt,
So zeigt es sich in vielerlei Gestalt.
Errät man einen Kopf, hat man die andern bald.

[1]Ich ward als Lustschloss einem Mann beschert,
Des Name freudig noch die Nachwelt ehrt.
Er lebte lang als Staatsmann, Philosoph
Und Freund an eines Preußenkönigs Hof.

[2]Du siehst es auf den ersten Blick mir an,
Worin ich dienstbar mich erweisen kann,
Sobald die Stromflut auf- und abwärts steigt,
Mein Merkmal Dir genau die Höhe zeigt.

[3]Ich lebe und schwebe
In wonniger Luft;
Der Wind, der Wind,
Das himmlische Kind,
Zu nützlichem Tun mich ruft.

[4]Ich war ein Jünger der Philosophie
Und lehrte neue, geistvolle Systeme,
Zwar blieben sie nur glänzende Probleme,
Doch bracht' ich kühn und frei zur Geltung sie.

[5]Kennst Du das Spiel der mannestücht'gen Kraft,
Das fröhliche Bewegung Dir verschafft“
Dort komme ich mit meinen Brüdern all
Durch den geschickten Spieler leicht zum Fall.

[6]Ein Schrecken aller dummen Jungen
Beherrsche ich der Sprache Reich,
In Deutschland ward nach mir gesungen
Des Meistersanges Lied und Leich.

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...egel

Anmerkungen

1. Tegel; 2. Pegel; 3. Segel; 4. Hegel; 5. Kegel; 6. Regel

Das Schloss Tegel (auch Humboldt-Schloss genannt) liegt im Berliner Ortsteil Tegel des Bezirks Reinickendorf. Es ist das bedeutendste Baudenkmal des Bezirks

Georg Wilhelm Friedrich Hegel (* 27. August 1770 in Stuttgart; † 14. November 1831 in Berlin) war ein deutscher Philosoph, der als wichtigster und letzter Vertreter des deutschen Idealismus gilt.

6. Die ersten neiden Zeilen beziehen sich auf die Regeln der Grammatik; die letzten beiden auf das Meisterlied. Ein Meisterlied besteht aus mehreren, nach bestimmten Regeln gebauten Strophen.

Verweise

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