Sage, wo springt der Quell der unaussprechlichen Wunder,
Dem ein jeglicher weicht rings in der Schöpfung Gebiet?
Wundervoller, denn er, auf des Ozeans Flur, wo aus schwarzem
Gipfel der Hekla dampft, jener gepriesene Born.
Wohnung ist er und Sitz der himmelgeborenen Nymphe,
Seit ein zürnend Geschick sie aus der Heimat verstieß.
Hier in hallender Kammer gelehnt, beschwichtigt den Gram sie
Um ein mütterlich Land, weckend der Harfe Geräusch.
Jüngst, da Blüten knospeten schon, besuchte das Mägdlein
Eros, des Himmels Kind, tauchend hinab in den Quell,
Und vermählte der Einsamen sich, die in Armen des Gottes
Nicht vermisste sogar selber das Land der Geburt.
Da klang schöner die Harfe, die er besaitete, flossen
Voller die Bächlein umher, rötend die schönere Flur.
Doch mit dem flüchtigen Lenz, weil ihn trieb unerbittliches Schicksal,
Ach! verließ er sie schon, kehrend ins heimische Land.
Tröste dich, Psyche! dereinst, wenn der lange Winter herannaht,
Der dem köstlichen Born selber zu stocken gebeut,
Dann ist vollendet die Frist, die dich aus deiner Verbannung
Ruft in die Heimat zurück, wo der Gemahl dich empfängt.
Herz
Born = Brunnen
Die Hekla (isländisch für Haube) ist ein 1491 m hoher Vulkan im Süden Islands. Sie ist der Zentralvulkan einer 40 km langen Vulkanspalte und mindestens 6600 Jahre alt. Der Berg gehört zu den drei aktivsten Vulkanen Islands. Die beachtlichen Eruptionen des Vulkans haben immer wieder große Teile von Island mit vulkanischen Aschen und Bims (Tephra) bedeckt