Die Erste.
Den Verliebten
Und Betrübten
Bin ich allzumal willkommen;
Her durchs blaue Meer geschwommen
Bring' ich vielen Trost,
Aber rötet sich der Ost,
Sind der Lieb' und Schwermut Stunden
Alsobald verschwunden.
Die Zweite und Dritte
Dem zum Labsal, jenem zur Beschwerde,
Muss ich mich bequemen
Von dem Himmel zu der Erde
Meinen Lauf zu nehmen.
Wenig Tage lässt man sich's gefallen,
Denn nicht segenlos bleibt mein Besuch;
Aber weil' ich vierzig Tage — allen
Deucht dann meine Gegenwart ein Fluch.
Eine Zeitlang bleib' ich gern hienieden,
Dennoch sehn' ich mich zurück,
Freundlich winket mir der Sonne Blick:
Heimwärts kehr' ich zu des Himmels Frieden.
Die Viert' und Fünfte.
Hochgewölbt, mit Sterngewimmel
Prangt mein Letztes an dem Himmel,
Und ein Sternbild, oft genannt,
Auch als Dichter Euch bekannt,
Beide treffend wahlverwandt,
Trägt mich wieder in der Hand.
Dieses Sternbild naht hier unten
Vielgestaltet, und mit bunten
Kleidern zierlich angetan,
Oft auf unsrer Lebensbahn;
Und es scheint so gut und ehrlich,
Ach, und allen ist's gefährlich!
Das Ganze.
Selten ist das Ganze —
Nur in dunkler Nacht ·
Schön im Farbenkranze,
Aber blass ist seine Pracht.
Ein Gebild, aus Dunst und Licht gewoben,
So wie diese schwinden, ist's zerstoben.
Mond + Regen + Bogen = Mondregenbogen
Ein Mondregenbogen ist ein Regenbogen, der durch das Licht des Mondes und nicht der Sonne erzeugt wird. Er ist ein seltenes Naturphänomen, das durch die Brechung von Mondlicht an Regentropfen entsteht und meist einen weißlich erscheinenden Kreisbogen bildet. Die geringe Helligkeit des Mondes und die Tatsache, dass das menschliche Auge bei schwachem Licht keine Farben wahrnehmen kann, führen dazu, dass er oft weiß erscheint.