In ewige Trauer gehüllt
Verträum' ich mein finsteres Leben;
Doch schmückt mich ein leuchtendes Schild,
Mit funkelnden Steinen umgeben.
Ich sei keines Menschenkinds Freund,
So hör' ich mich täglich verkennen.
Allein nur, was ächzet und weint,
Kann meistens von mir sich nicht trennen.
Doch wirk' ich im Stillen des Guten so viel,
Erquicke die Kranken und Müden;
Dem Fleiße erschein ich ein tröstliches Ziel;
Den Kummer entführ ich zum Frieden.
Ich leih' dem Verfolgten mein schützend Gewand,
Stimm' öfters zu Liedern und Scherzen,
Und knüpf, als Vertraute, das selige Band
So mancher sich liebenden Herzen.
Doch weh' euch! wenn euch ein Missgeschick heißt,
Mein trauriges Dasein zu messen:
Denn die nur umschweb' ich als segnender Geist,
Die mich und ihr Dasein vergessen.
Nacht