Von Frauen bin ich wenig angezogen,
Bin mehr der Männerwelt gewogen,
Und konnt' mich doch nicht überwinden
Mich selbst an einen Mann zu binden.
Er musste, um mich zu bezwingen,
Mit beiden Händen mich umschlingen.
Das tat er ohne Leidenschaft.
Und weil ich etwas flatterhaft,
Bleibt mein Gebieter zugeknöpft,
Obwohl ich niemals ihn geschröpft.
Ich bin mir schön genug und nicht
Auf Perl- und Demantschmuck erpicht,
Und schmückt er ausnahmsweise mich,
Gibt's jedes mal mir einen Stich.
Wohl aber lieb ich feinen Schnitt
Und ein diskretes Kolorit.
Zuweilen stimm ich mit Geschick
Die Farbe nach der Politik.
So angepasst bin ich hier schon,
Obwohl ich nicht ganz autochthon.
Der Ahnen Wiege ist gewesen
Im Land der Inder und Chinesen.
Auch ist vom lndus oder Ganges
Ein Vetter da, der mindern Ranges.
Er bandelt an auf seinen Reisen
Vorwiegend mit Verbrecherkreisen
Und wirft sich wahllos allenfalls
Selbst Mordgesellen an den Hals.
Wohl keiner ist dem Kerl gewogen,
Und sein Erscheinen ist fatal,
Denn wo er immer zugezogen,
Dort gab es einen Todesfall.
Und weil man solches von ihm weiß,
Verkehrt er nicht in unserm Kreis.
Eng ist ja die Verwandtschaft nicht.
Gar eitel auf mein glatt Gesicht,
Wird mich mein Herr bei sich behalten,
Solang mein Antlitz ohne Falten,
Er zwingt, zeigt sich ein Fältchen nur,
Mich gleich zu einer Eisenkur.
So schwer mich's drückt, ich muss es tragen,
Sonst kostet's mich am End den Kragen.
Man weiß ja, dass es Männer gibt,
Bei denen Abwechslung beliebt,
Krawatte und Strick