Wo immer sich das Erste zeigt,
Auf offner Straß', im engen Kreise
In dem ich anders Ordnung preise
Da wird's vermieden und verscheucht,
Doch endlich rächt es der Verfolgung Los;
Wir sinken alle still in seinen Schoß.
Erzielt aus Tier- und Pflanzenreich,
Das Schlusspaar, und zum engen Bunde
Vereint durch Fleiß und manche Kunde,
Zur Deckung dient's, zur Zierde, Euch.
Ein Leitstern wird es in der Liebe Hand;
Doch bittres Wehe füllt den öden Strand.
Nun geht's in eine holde Welt;
Wie lachend wiegt sich dort das Ganze?
Im Sylphenflug, im Zephyrtanze.
Sein Kuss der Freundin sich gesellt.
So keimt nur Segen aus der Liebe Spur;
Ihr milder Odem weckt die künftige Flur.
(unbekannt)
Sylphen oder auch Sylvani sind mythische Naturgeister, die dem Element Luft zugeordnet sind. Ein bekannter Sylphe ist Ariel.
Zephyr (auch Zephyros, »der vom Berge Kommende«) ist in der griechischen Mythologoe einer der Anemoi, eine Windgottheit, eine Verkörperung des (milden) Westwinds. In der Antike wurde Zephyr als Frühlingsbote und „Reifer der Saaten“ verehrt.
Eidora, Taschenbuch auf das Jahr 1826, Nr. 1. Herausgegeben von Hans Gardthausen. Erschienen in den Verlagen Carl Cnobloch, Leipzig, und Carl Busch, Altona.