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Rätselgedichte, Rätselreime

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Rätselgedicht Nr. 12746

von Alois Cobres

Palindrom

Mord, und Diebstahl, scheußliche Verbrechen
Zu bestrafen, ist der Richter Pflicht,
Die verübte Freveltat zu rächen,
Hält er ohne Leidenschaft Gericht.

Heißen die Gesetze streng der Diebe
Schlechte Kunst, und unerlaubten Raub
Strafen, dann verstummt die Menschenliebe,
Ist bei wiederholten Bitten taub.

Bei den vielen wohlverdienten Streichen
Übt das Wort sein hartes Richteramt,
Keiner kann durch Tränen es erweichen,
Den zu ihm die Lastertat verdammt.

Unbequem sich in dasselbe schmiegen
Müssen die Verbrecher mancher Art,
Und im traurigsten von ihm zu liegen
Schmerzt sie auf die Freiheit erst recht hart.

Überdies das Wort verkehrt genommen
Fällt beim Eintritt dem Verbrecher schwer.
Denn es weiß es ja, zur Strafe kommen
Sie die Züchtlinge in Menge her.

Wenn er in der Freiheit manchen Bissen,
Der ihm trefflich schmeckte, froh genoss,
Sagt ihm nun vernehmlich sein Gewissen,
Du verdienst des schlechten Wortes Los.

Kurz, man mag das Wort, wie immer schreiben
Vorwärts, oder wie der Jud zurück.
Wird es für Empfänger immer bleiben
Strafe, und ein trauriges Geschick.

Will des Lasters Reiz dich Mensch! betören
Blicke auf des Wortes schlechten Lohn,
Diesen trägst du, willst du es nicht hören,
Als die Folge deiner Tat davon.

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Stock, Kost

Anmerkungen

ck = 1 Buchstabe

Verweise

Palindrome