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Rätselgedichte, Rätselreime

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Rätselgedicht Nr. 12616

von Heinrich Joseph

Homonym

[1]Wenn die Natur es erzeugt, tut sie's auf einfachem Wege,
Der, zwar ein Wunder an sich, uns durch Gewöhnung vertraut.

[2]Wenn der Mensch es erschafft, überschätzt er leicht das Geschaffne:
Wunderbar scheint ihm zu sein, was er sich selber verdankt.

[1]Freilich zum Teil mit Recht. Denn wenn die Natur es uns bietet,
Dient es dem niederen Ziel, leiblichen Zwecken allein

[2]Anders jedoch ist sein Werk, gerichtet auf höhere Dinge,
Dankt es sein Werden und Sein menschlichen Geistes Gewalt:

[2]Dass die Erkenntnis hinaus sich wag' in die Nähe, die Ferne,
Kürze, was endlos sich dehnt, dehne das kürzeste Maß,

[3]Sammle, was leicht sich zerstreut, zerstreue das enge Verbund'ne,
Lüfte den Schleier von dem, was uns Unendlichkeit heißt.

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Linse

Anmerkungen

1. Hülsenfrucht; 2. Optik: transparenter Körper (zum Beispiel aus Glas) mit zwei gekrümmten nicht-parallelen lichtbrechenden Flächen

3. Es gibt in der Optik Sammellinsen und Zerstreuungslinsen, für Weitsichtige und für Kurzsichtige.

Verweise

Homonyme