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Rätselgedichte, Rätselreime

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Rätselgedicht Nr. 12602

von Dr. Josef Heinrich Wolf

Anagrammoid

Majestätisch ist des Wortes viel Bedeuten;
Wie sich auf Purpurschwingen Iris hoch erhebt,
Sich im Wolken Raum' die Wohnung zu bereiten,
Und nur auf goldnem Kreise in den Lüften schwebt,
Wohin die Erdensöhne stets bewundernd ihren Blick erheben,
Auch so erhaben ist, was dir als erstes Rätsel hier gegeben.

[1]Prunklos nur erfrischen klare Silberbäche
Mit sanften Lispeln in der stillen Einsamkeit
Anmutsvoll des Tales grüne Rasenfläche,
Worauf der Tau des Abends feuchte Perlen streut:
Wenn wir nunmehr die ersten zwei und letztes Glied zusammenfassen,
So wird dadurch ein solcher Raum am besten sich benennen lassen.

[2]Und vereinet man mit diesen noch dass dritte,
So ist's des Menschen edelster und schönster Teil,
Ja umlichtet sind dann seines Lebens Tritte,
Und keinem ist er je um tausend Kronen feil!
Der Ärmste wie der Reichste kann mit Lust und wonnigem Entzücken
Des Phöbus lichten Strahl und jenes Land, den Himmel selbst erblicken.

[3]Ist das letzte von dem Ganzen abgeschieden
So ist's der achte Teil von jedem Jahreslauf;
[4]Auch verweilt ein edler Fürst in stillem Frieden,
Ja, dessen Geist' tat freundlich sich der Himmel auf;
Ein deutsches Volk, ein ganzes Königreich betrauert sein Verscheiden,
Jedoch der Edle ist nunmehr gekrönt mit schönsten Götterfreuden.

[5]Unser Ganzes aber strahlt auf Thrones Höhen,
Der holden Schönheit Glanz, von Tugend hochbelebt;
Als ein König solche Juno einst gesehen,
So bat, weil Großes nur nach wahrhaft Edlem strebt,
Der große, edelste Beherrscher, seiner freundlich zu gedenken,
Und zwar noch mehr, ihm liebend ihre Hand, und auch ihr Herz zu schenken.

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Auguste

Anmerkungen

1. Au; 2. Auge; 3. August (Monat); 4. August der Starke; 5. Auguste

Verweise

Anagrammoide