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Rätselgedichte, Rätselreime

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Rätselgedicht Nr. 12351

von Johann Georg Christoph Müller

Scharade (1+1 Silben)

Zwei Silben hat mein Wort. Doch muss man, es zu fassen,
Beim ersten Silbenschluss den Doppellaut weglassen,
Und bei der letztern muss, sonst kann man es nicht kennen,
Man einen Konsonant von dem Finale trennen.

Die erste Silbe gibt des Mutes Wohnung an,
Sie zeiget, was die Zeit zur Reise fördern kann;
Dem feilen Wollustfreund, dem Schänder seiner Pflicht
Gebühret, trotz des Scheins, des Wortes Ehre nicht.

Die zweite Silbe nennt dir einen großen Helden,
Von dessen Contenance die Chroniken viel melden;
Es war ein derber Schütz, wie es leicht keinen gab,
Und schickte meisterhaft den Wüterich ins Grab.

Mein Ganzes ist ein Kleid, bekannt nur in der Stadt,
Wie denn im Kalter es der Bauer selten hat.
Man braucht's zum größten Staat, so wie zum Neglige,
Doch setzt man sich damit nicht leicht aufs Kanapee.
Lies weich, was vornen an zur zweiten Silbe steht,
Dann hast du eine Frucht, vom Gaumen nie verschmäht.

Lösung anzeigen

Man[n] + Tel[l] = Mantel, Mandel

Verweise

Scharaden, Müller