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Rätselgedichte, Rätselreime

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Rätselgedicht Nr. 11917

von Friedrich Zuckschwerdt

Rätsel

Wie heißt der kleine, tapfre Held,
Der keinen Menschen in der Welt,
Und wär's auch selbst ein Goliath,
Voll Feigheit je gefürchtet hat?
O, lasst ihn ungeschoren,
Denn Rach' ist dem geschworen,
Der frevelnd sich an ihm vergreift,
Wenn singend er die Flur durchschweift;
Und ist sein Spieß auch zart und klein,
So bringt er dennoch große Pein. –
Allein – allein, du kleiner Held,
Das nimmer mir an dir gefällt,
Dass du, wenn du verwundet hast,
Davon eilst ohne Ruh und Rast,
Und lässest deinen Spieß allda,
Wo man dich eben mutig sah.
Wer waffenlos kommt aus der Schlacht,
Hat sich um Ehr' und Ruhm gebracht;
So geht's auch dir; drum wanderst du
Bald nach dem Kampf zur ew'gen Ruh.

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Biene

Verweise

Worträtsel, Zuckschwerdt, Sphinx/Harmonia