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Rätselgedichte, Rätselreime

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Rätselgedicht Nr. 11757

von Alfred Neumann

Homonym

[1]Es liegt vor mir als Hilfe für mein Werk, das Wort.
Der Knabe hält's beim Spiele fest in seiner Hand;
Jetzt lässt er los – was auf dem Worte lag, entschwand...
[2]Verwundert blick ich auf die alte Mauer dort
Und find das Wort auch da. Und nun, da Abend ward,
Hilft mir das Wort noch weiter auf des Rätsels Fahrt,
[3]Weil grad sein heller Strahl auf mich hernieder fiel.
[4]Nur weiter fort. Der Künstler, den ich hören soll,
Zahlt gleichfalls meinem Wort des Rätsels schweren Zoll,
Denn wär' es nicht, so gäb' es kein Konzert, kein Spiel.
Der Knabe, dem ich früher lächelnd zugeschaut,
Wie er so fröhlich war, sitzt brütend, denn ihm graut
[5]Vor all der Rechnerei, zu der mein Wort ihn zwingt.
Und nun, nachdem ich dir soviel gegeben, bringt
All dies Erkenntnis dessen, was des Rätsels Ziel?

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Bogen

Anmerkungen

1. Kinderspielzeug (Waffe); 2. Mauerbogen; 3. welcher Bogen?; 4. Geigenbogen; 5. mathematische Kurven, Umrechnung von Grad ins Bogenmaß

Verweise

Homonyme, Neumann, Delphi