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Rätselgedichte, Rätselreime

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Rätselgedicht Nr. 11187

von Marie Schumacher

Arithmogriph

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Mich suchend hebst du zum Himmel den Blick,
Und lieblich strahlt mich dein Auge zurück.
6 5 5 6
Was dich aufs Neue stets am Meere int'ressiert,
In deiner Kasse dich im höchsten Grad geniert.
6 2 5 3
Der Riesengeist der hier in kurzer Haft,
Sprengt alle Fesseln bald durch seine Kraft.
1 3 5 6
Ungleich hat mich Natur gespendet,
Die hier oft spart und dort verschwendet.
5 3 2 2
Was die Kinderwelt erfreut,
Auch die große oft zerstreut.
3 4 1 6
Der weiten Schöpfung Wunderpracht
Versänk dir ohne mich in Nacht
6 4 2 6
Zwei erhabenen Göttern der alten Zeit,
Äskulap und Minerven, war ich geweiht.
2 3 4 5 6
Aus des Sommers dumpfer Schwüle
Flieh in meine schatt'ge Kühle.
5 4 2 2 6
Einst tat ich Kaiser und Reich in die Acht,
Jetzt bin ich ein Schatten früherer Macht.
5 4 5 6
Beim Kartenspielen unentbehrlich,
Spitz, dem Eigentum gefährlich.
3 5 6 2
Verbrechen, Elend, Gram und Not
Kam in die Welt durch meinen Tod.
1 3 2 2 6
Hüte mich vor'm Überlaufen,
Willst du's nicht mit Reif erkaufen.
2 3 4 5
Man sieht mich am liebsten im ersten Kleide,
So farbenprächtig es ist, eh' ich scheide·
4 6 5 6 2
Trage mich mit Fassung und Geduld,
Aber schaff' mich nie durch eigne Schuld.
1 3 6 3
Ich, die einst zuerst aus dem Chaos entstand,
Ward Mutter der Götter und Menschen genannt.
6 1 1 6
Nie rechnest du mich in die Zahl der Waffen,
Und doch bin zum Verwunden ich geschaffen.
3 2 5 3
Durch Grausamkeit fachte der finst're Mann
Den Funken des Aufruhrs zur Flamme an.
2 4 6 1 6
Hast du dich meinem Dienst ergeben,
Fehlt Glück und Friede deinem Leben.
1 3 2 2
Aus deines Haupt's Unebenheiten
Wusst' ich dein Inn'res dir zu deuten.
5 3 4
Bald niedrig, klein, bald zu den Wolken ragend,
Hier strohgedeckt, dort goldne Kuppeln tragend.
1 2 3 4 5 6 - Das Ganze.
Der Genien eine, die hernieder schweben,
Den Menschen zu halten im Erdenleben, –
Geleit' ich treu ihn von des Daseins Schwelle
Bis zu der letzten, ew'gen Ruhestelle,
Wenn er, von irrem Wahn verblendet,
Nicht selbst sich trotzig von mir wendet.
Ich lehr' ihn heiter sich des Glückes freu'n
Und täglich seinen Dank- dafür erneu'n,
Weiß seinen Mut stets wieder zu beleben,
Um rastlos nach Vollkommenheit zu streben,
Und wenn er kämpft mit einem tiefen Schmerz,
So gieß ich Balsam in sein blutend Herz,
Von seinem traurigen Geschick
Wend' ich nach oben seinen Blick,
Wo Himmelsfreuden auferstehen
Für die, so hier in Tränen säen.

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Glaube

Anmerkungen

Blaeue, Ebbe, Elba, Gabe, Ball, Auge, Eule, Laube, Bulle, Bube (Spitzbube), Abel, Galle, Laub, Uebel, Gaea, Egge, Alba, Luege, Gall, Bau

Die Eule der Minerva oder auch Eule der Athene ist einerseits ein affirmatives Symbol von Klugheit und Weisheit und andererseits als Nachteule eine negative Metapher der älteren, philosophischen Erkenntnistheorie.

Franz Joseph Gall (* 9. März 1758 in Tiefenbronn bei Pforzheim, Baden; † 22. August 1828 in Montrouge bei Paris) war ein deutscher Arzt und Hirnanatom, der die Phrenologie begründete.

Der 3. Herzog von Alba, Fernando Álvarez de Toledo y Pimentel, führte als Statthalter der Niederlande von 1567 bis 1573 ein Schreckensregiment über die aufständische Bevölkerung.

Verweise

Arithmogriphe, Schumacher, Räthsel