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Rätselgedichte, Rätselreime

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Rätselgedicht Nr. 10909

von Friedrich Zuckschwerdt

Scharade (1+1 Silben)

Die erste Silbe.
Was stürmt mit wildem Mut
Ins grause Schlachtgewühl?
Was führt zu Mord und Blut
Den kühnen Reiter hin?
Was hilft der Erde Schoß
Mit leichter Müh' zerspalten?
Was eilt, wie ein Geschoß
Dahin zum fernen Ziele?
Die zweite Silbe.
Was beut Erquickung dir,
Wenn dir der Sonne Glühn
Das Mark ausdörrt, und schier
Die Zung' am Gaumen klebt?
Was schläft im Bette nimmer,
Läuft stets dieselbe Bahn?
Was perlt, wie Demantschimmer
Durchs bunte Blumenland?
Das Ganze.
In meiner Nähe liefen
Hin über Stock und Block,
Einst große Kriegerscharen,
Vergessend Hut und Rock;
Der Große hieß sie laufen,
Sein Nam' erschreckte sie;
Jetzt ist's gar anders worden,
Denn ach! jetzt schrecken sie!

Lösung anzeigen

Ross + Bach = Roßbach

Anmerkungen

Veraltete Rechtschreibung: ß = ss

Demant (veraltet) = Diamant

In der Schlacht bei Roßbach im Kurfürstentum Sachsen (heute Sachsen-Anhalt) am 5. Nov. 1757 besiegte der preußische König Friedrich der Große die französische Armee unter dem Fürsten von Soubise (1715–1787) und die mit ihnen koalierende Reichsexekutionsarmee unter dem Kommando des Reichsgeneralfeldmarschalls Prinz von Sachsen-Hildburghausen. Die Schlacht markiert einen der Wendepunkte im Siebenjährigen Krieg: Seither beschränkte sich die Konfrontation mit Frankreich auf die westdeutschen Gebiete, erst 50 Jahre später unter Napoleon sollten französische Truppen wieder so weit nach Deutschland vordringen.

Verweise

Scharaden