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Rätselgedichte, Rätselreime

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Rätselgedicht Nr. 10893

von Johann Georg Christoph Müller

Scharade (1+1 Silben)

Was gut gewebet ist und feste Fugen hat,
Und dem deswegen sich Zerstörung selten naht,
Was mit der Dauer ist verwandt,
Wird durch mein Erstes dir bekannt.
Mein Zweites nennt die Fertigkeit,
Der mancher Tag und Nächte weiht;
Sie füllet, ist ihr Ziel erstiegen,
Das Menschenherze mit Vergnügen;
Die Ehre, die sie gibt, treibt oft zum Staunen an,
Doch nährt sie, wie man sagt, nur kärglich ihren Mann.
Mein Ganzes, eine Wissenschaft,
Gibt unserm Geiste Schwung und stählt des Herzens Kraft;
Auf ihrem kleinsten Beet wächst manches große Ding,
Was Matthisson uns gibt, wer hält das für gering?
Wen füllt mit Achtung nicht, was Schiller hat geschrieben,
Und wer wird, Hölty! dich nicht selbst im Tod noch lieben?

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Dicht+ Kunst = Dichtkunst

Anmerkungen

Friedrich von Matthisson (* 23. Jan. 1761 in Hohendodeleben bei Magdeburg; † 12. März 1831 in Wörlitz bei Dessau) war ein deutscher Lyriker, Bibliothekar und Prosaschriftsteller.

Ludwig Christoph Heinrich Hölty (* 21. Dez. 1748 in Mariensee; † 1. Sep. 1776 in Hannover) war ein volkstümlicher Dichter im Umfeld des Hainbunds.

Verweise

Scharaden, Müller