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Rätselgedichte, Rätselreime

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Rätselgedicht Nr. 10816

von Friedrich Zuckschwerdt

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Zu des Himmels hohen Bogen,
Heb' ich stolz mein Haupt empor,
Und aus meinen grünen Wogen,
Tönt ein lautes, lust'ges Chor.
Sieh, mein Haupt ist schön geschmücket,
Wie die Braut am Hochaltar;
Wie es dir so freundlich nicket!
Auch Erquickung beut es dar.
Doch wenn mir ein Zeichen schwindet,
Schließ' ich oft das Höchste ein.
Was des Menschen Geist ergründet,
Was erhaben, göttlich, rein,
Was die Vorwelt einst erlebte,
Das bewahr' ich, Nachwelt, dir;
Wie der Mensch nach Wahrheit strebte,
Das bekund' ich für und für.
Schätze sind mir anvertrauet;
Aber oft auch Lug und Tand,
Und wer blindlings auf mich bauet,
Baut oft nur auf lockern Sand.
Manchem weck' ich Geist und Leben;
Manchem tödt' ich auch den Geist.
Ich erleichtre dir dein Streben,
Wenn du mich zu wählen weißt.
Denn in unzählbarer Menge,
Treten wir ans Tageslicht;
Doch – wie groß auch das Gepränge –
Viele von uns taugen nicht.

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