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Rätselgedichte, Rätselreime

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Rätselgedicht Nr. 10455

von Leopold Enk von der Burg

Scharade (2+2 Silben)

Die beiden letzten Silben
Unmut zeugt uns, Übermut;
Bald ein allzu leichtes, bald
Wieder ein zu schweres Blut.
Selten werden wir sehr alt:
Denn die jüng're Schwester bringt
Stets die ältere ums Leben;
Und wenn dies auch nicht, so zwingt
Meist sie doch sie auszuwandern.
Keine gleicht von uns der andern;
Diese, rosenfarb und voll
Frohsinn, sinnt auf tausend Possen,
Und benimmt sich oft wie toll:
Jene, mürrisch und verdrossen,
Schwarz und finster, wie die Nacht,
Findet immer Stoff zur Klage.
Hasst, was scherzt und singt und lacht,
Und mit heit'rer Lust sich reget,
Und ist jedem, der sie pfleget,
Aller Plagen größte Plage.
Die beiden Ersten und das Ganze
Nicht das Ganze, nicht der ersten Silben Sinn wird dem entgehen,
Der bedenket, dass die Ersten aus den Letzten nur bestehen.

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Weiber + Launen = Weiberlaunen

Scharaden, Enk