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Rätselgedichte, Rätselreime

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Rätselgedicht Nr. 10449

von Friedrich Haug

Rätsel

Wisst, dass ich ohne Hand und Arm und Fuß,
Klein, ohne Kraft, mich zu bewegen,
Mit offnem Kopfe nach Vermögen
Doch immer tätig wirken muss
In eurem Dienst in beiden Hemisphären.
Ich zeige, was ich kann und doch nicht weiß,
Allüberall an Kind und Greis,
In Häusern, selbst an Hochaltären.
Bewaffnet wider mich, braucht man zum Sklaven mich.
Komm ich zu Geld, so freu'n die Damen sich.

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Nadel

Anmerkungen

Nadelgeld oder Spillgeld (von Spille = Spindel) bezeichnete im gemeinen deutschen Recht einen Betrag, den ein Mann seiner Ehefrau in regelmäßigen Abständen gab. Über dieses Geld konnte sie für persönliche Zwecke und Anschaffungen, etwa für Kleidung, frei verfügen, insoweit unterlag sie also nicht der Vormundschaft ihres Mannes. Beim Adel war es üblich, die Höhe des Spillgeldes ehevertraglich festzulegen.

Verweise

Worträtsel, Haug