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Rätselgedichte, Rätselreime

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Rätselgedicht Nr. 10389

von Hedwig Hülle

Rätsel

Es schlummert so sanft die lächelnde Braut,
Den Himmel in ihrer Brust,
Und wer das schlummernde Liebchen schaut
Hat wonnige Augenlust.
Das wiegende Bett auf dem sie ruht
Ist fast wie Seide so weich;
Millionen Kerzen in stiller Glut
Umglänzen ihr Lager reich.
Der Bräutigam scheinet von gleichem Sinn,
Er nahet kosend der Braut;
Leis' atmend tritt er dann zu ihr hin
Und schmeichelt so lieb und traut.
Doch unbeständig ist seine Art
Und es ereilet ihn bald,
Wovor er nimmer sein Herz bewahrt,
Der Leidenschaften Gewalt.
O Weh! – da reißt er, mit wildem Sinn,
Im jähen, rauschenden Tanz
Das klare Liebchen im Strudel hin
Und weg ist des Friedens Glanz.

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Welle und Wind

Verweise

Worträtsel, Hülle