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Rätselgedichte, Rätselreime

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Rätselgedicht Nr. 10378

von Hedwig Hülle

Scharade (2+1 Silben)

Noch einmal sollst Du einen Frühling leben
Wenn die Zwei Ersten sagen, dass er kehrt.
Du sprichst die Silben oft mit frohem Beben,
Doch oft auch haben sie Dein Heil zerstört
War ihnen Leid und Schmerzen zugegeben.
Hat aber Dein Gebet ein Gott erhört,
So naht mit ihnen, bei dem Tanz der Horen
Auch oft ein Glück das ewig schien verloren.
Kannst Du der Dritten Silbe Dich erfreuen
Sind Erd' und Himmel, Licht und Farben Dein:
Der Tag muss Dir die süße Helle leihen,
Dir lächelt der Plejaden sanfter Schein;
Wenn Florens Hände ringsum Blüten streuen
Kannst Du im Lenz Dich ihrer Pracht erfreuen.
Doch weh ihm, dem sie fehlt, sein dunkles Leben
Ist, alles Schmucks beraubt, von Nacht umgeben!
Des Ganzen Zauber soll ich jetzt Dir nennen?
Vergib, wenn ich das Höchste nicht vermag.
Wie werd' ich das Gefühl verkörpern können
Obgleich mein Mund das Wort oft sehnend sprach?
Kennst Du die Seligkeit nach langem Trennen
So fühle mir das Unnennbare nach:
Es ist – es ist ein Himmelsblick in Leiden
Und gibt den Vorgenuss von Edens Freuden.

Lösung anzeigen

Wieder + Seh'n = Wiederseh'n

Anmerkungen

Die Horen (gr. »die Zeiten«) sind in der griechischen Mythologie die Göttinnen, die das geregelte Leben überwachen.

Flora ist in der römischen Mythologie die Göttin der Blüte, im Besonderen der Getreideblüte.

Verweise

Scharaden, Hülle