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Rätselgedichte, Rätselreime

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Rätselgedicht Nr. 10059

von August Müller

Homonym

[1]Im Walde schlug ich wacker einst;
[2]ich sang In Wittenberg, und [3]im Konzerte drang,
Wenn Kehl' und Saiten mich geboren,
Ich oft dir lieblich in die Ohren.
Hier bin ich nur ein körperloser Laut;
[2]Dort hatt' Apoll die Zither mir vertrau't,
[1]Und dort erschien mit schwarzem Angesichte
Als Sieger ich dem kecken Bösewichte.
[3]Hier lobt man mich, wenn ich verschollen bin,
[2]Dort sprach ich zu des Jünglings off'nem Sinn,
[1]Und dort ergrimmt' ich, aus des Räubers Ketten
Des Sachsenhauses edlen Spross zu retten!

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Triller

Anmerkungen

1. Georg Schmidt, genannt Triller; 2. Daniel Wilhelm Triller; 3. Verzierung in der Musik

Historisch belegt ist, dass Kunz von Kauffungen, der dem Kurfürsten Friedrich der Sanftmütige im Bruderkrieg (1446-51) gedient hatte, als er sich um seine Entlohnung geprellt sah, dessen Söhne Prinz Ernst und Prinz Albrecht in der Nacht vom 7. zum 8. Juli 1455 unter Mithilfe der Ritter von Mosen und von Schönfeld aus dem Schloss Altenburg entführte. Durch Zufall konnte sich bei der Flucht Prinz Albrecht angeblich dem Köhler Georg Schmidt offenbaren und so die weitere Entführung vereiteln. [aus: Die Entführung der Kursächsischen Prinzen Ernst und Albert durch den Ritter Kunz von Kaufungen aus dem Residenzschlosse zu Altenburg in der Nach vom 7ten bis 8ten Juli 1455. Adolph Bratfisch, Hofbuchdruckerei Altenburg, 1843]

Daniel Wilhelm Triller (* 10. Februar 1695 in Erfurt; † 22. Mai 1782 in Wittenberg) war ein deutscher Mediziner und Schriftsteller.

Verweise

Homonyme, Müller