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Rätselgedichte, Rätselreime

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Rätselgedicht Nr. 8947

von Friedrich Hoffmann

Scharade (1+1 Silben)

»Flock' auf Flocke wirbelt dicht
Von dem lieben Himmel nieder;
Düster ist's; der Sonne Licht
Sehn wir wohl nun gar nicht wieder;
Ich bedaure jedermann,
Der daheim nicht bleiben kann.
Arme Vöglein hier am Wege,
Euch fehlt Speise, Wärme, Pflege,
Hälf' euch gern! – o seht nur, seht!
Dort, wo der Holunder steht,
Sitzt ein Tierchen, halb erfroren,
Hat schon Kraft und Muth verloren,
Stirbt wohl« – und er eilt hinaus,
Fürchtet nicht des Sturms Gebraus,
Nicht den Schnee, der wirbelnd fällt;
Jetzt schon in der Ersten hält
Sanft er das erstarrte Tier.
»Komm! ich nehme dich mit mir,
Rette dich aus deiner Not,
Bist ja wahrlich! beinah tot!«
Er erwärmt's durch seinen Hauch,
Gibt ihm Milch und Kuchen auch;
»Vöglein, bist ja munter wieder,
Setz dich nun am Ofen nieder!«

Knabe, das war gut gemacht,
Hast ein Zweites wohl vollbracht!
Möge dir es stets gelingen,
Fromm das Zweite zu vollbringen!

Willst du nun das Ganze wissen?
Wirst nicht lange warten müssen!
Goldnen Boden soll es haben, –
Lernt es nur, ihr rüst'gen Knaben!

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Hand + Werk = Handwerk

Verweise

Scharaden, Hoffmann, Neue Räthsel