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Rätselgedichte, Rätselreime

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Rätselgedicht Nr. 8880

von Friedrich Hoffmann

Scharade (2+1 Silben)

O wie ist mir's doch heute so wohl
Und so gar leicht um das fröhliche Herz!

Sehet, der arme Mann war gekommen,
Hat von mir gerne mein Brötchen genommen,
Blickte mir dankend ins Auge hinein;
Trag' ich die Ersten doch nun in der Brust,
Fühle nur Freude, fühle nur Lust,
Niemand kann heiterer, glücklicher sein!

Und ich schau' zu den Ersten empor,
Wo ein allliebender Vater wacht;
Er, der führet die Sternlein im Chor,
Führet auch mich bei Tag und bei Nacht,
Wird, – bin ich gut, – wohl immer im Leben
Glück und Freude, wie heute, mir geben!

Wär' ich das Letzte, wie wollt' ich euch laben,
Hungrige, Dürstende, Traurige – euch!
Solltet die allerlieblichsten Gaben
Und das allererquickendste haben,
Alles teilt' ich, ihr Guten, mit euch!
Hätt' ich gar, gleich dem Herrscher, das Letzte,
Baut' ich euch Hütten, gäb' euch ein Feld,
Niemand blieb arm in der ganzen Welt!

Lass doch, du Vater über den Sternen,
Lass doch zu Nahen, lass doch zu Fernen
Bald, recht balde das Ganze kommen!
Elend und Not sei hinweggenommen;
Alle Menschen, im heil'gen Verein,
Lass sie Bürger des Ganzen sein!

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Himmel + Reich = Himmelreich

Verweise

Scharaden, Hoffmann, Neue Räthsel