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Rätselgedichte, Rätselreime

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Rätselgedicht Nr. 7879

von Ulrich Rudolf Schmid

Rätsel

Das grüne Häuschen

Siehst frei ein grünes Häuschen ragen,
Von einer schwanken Säule getragen,
Und oft nur kurze Zeit vergeht,
Das grüne Häuschen nicht mehr steht;
Du siehst von ihm nur Trümmer liegen;
Ein Feenpalast ist emporgestiegen,
Ihn bauet auf vereinte Macht
Von Zaub'rern oft in einer Nacht.
Es locken die Schätze, der süße Wein
Wohl viele gierige Gäste herein;
Auch ist's ein gastlich offen Haus,
Frei gehn die Gäste ein und aus,
Eine reiche schön geschmückte Welt!
Eine Königin den Szepter hält;
Und Reichsmarschälle mit goldenen Stäben
Im engen Kreise sie liebend umgeben.
Von einem mächtigen Zauberer droht
Dem neuen Reiche Verwüstung und Tod;
Oft bricht er mit Gewalt herein
Und stürzt es im Augenblicke ein,
Ihm können die andern Zaub'rer nicht wehren
Und endlich sie es selbst zerstören;
Die Throne stürzen, die bunten Wände.
Die Herrschaft der Königin hat ein Ende,
Von Glanz und Pracht mehr keine Spur,
Siehst wieder ein grünes Häuschen nur,
Das dicht in sich verschlossen hält
Den besten Schatz der verschwund'nen Welt.

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Blume

Anmerkungen

Das Gedicht beschreibt das Aufblühen einer Blüte von der Knospe bis zur Samenkapsel. Das grüne Häuschen ist die Knospe; der Feenpalast ist die Blüte mit den Blütenblättern; der süße wein ist der Blütennektar; die Gäste sind die Insekten; das grüne Häuschen ist die Samenkapsel; der Schatz sind die Samen. Die Uauberer sind der Frühling und der Herbst; u.s.w.

Verweise

Worträtsel, Schmid, Forum