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Rätselgedichte, Rätselreime

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Rätselgedicht Nr. 7449

von Henriette von Hohenhausen

Rätsel

Wie nenn' ich, was in Aller Herzen glüht,
Was von der Wiege bis zum Grabe,
Des Menschen Blick meist in die Ferne zieht,
Ihm oft vergällt des Lebens beste Habe? –
Was ist es wohl, das nie im Busen schweigt,
Das selt'ne Ziel, das, wie man es erreicht,
Stets neuer, größer sich gestaltet,
Des Lebens Ruhe oft zerspaltet? –
Sind wir recht reich daran, so sind wir arm an Glück,
Es trübt der Gegenwart zufried'ne Stunden.
Erst dann, wenn wir's durch Weisheit überwunden,
Kehrt Ruh' – in uns're Brust zurück.

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Wunsch

Quelle

Tobias Heinrich Lotter: Neue Sammlung von vierhundert Charaden und Räthseln, für Freunde einer geistreichen, das Gemüth ansprechenden, Unterhaltung. Von dem Herausgeber der »Beispiele des Guten«. Mit einer Vorrede von F. L. Bührlen. Stuttgart: Metzler, S. 174f., Nr. 201.

Verweise

Worträtsel, Hohenhausen