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Rätselgedichte, Rätselreime

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Rätselgedicht Nr. 7214

von Carola Koch

Homonym

Zwei Ritter, gewappnet und zu Pferd,
Stürzen aufeinander, es sauft das Schwert.
Sie kämpfen tapfer, nur einer kann siegen,
Doch keiner will mit Schmuck) unterliegen.
Um sie die Reis'gen im Handgemenge
Bis einer getrieben in die Enge.
Doch ehe nicht alle sind erschlagen,
Werden sie stets wieder Fehde ansagen.

Berühmter Schnellläufer im Sonnenbrand,
Kein Pferd holt ihn ein im Wüstensand.
Er besucht uns in Europa oft,
Muss länger da bleiben, als er gehofft.
Bringt den Damen einen Toilettentand,
Sammelt selber manchen Kulturgegenstand;
Doch wo er das alles heimlich versteckt,
Das wird erst bei der Sektion entdeckt.

Sammlung auserlesner Schönheit,
Duft'ger Gruß der Jahreszeit;
Schmückt den Tisch, das Gürtelband,
Rührend ist's in Kinderhand
Auf Särgen ruht es als ein Gedicht,
— Französisch, — anders geht es nicht.
Und ist es französisch, schätzt man's im Wein,
Und immer wieder schenkt man sich ein.

Wer steht dort am Dirigentenpult,
Erwirbt des staunenden Publikums Huld?
Was das Orchester heut' produziert,
Das hat der Meister selbst komponiert.
Und ist der schöne Abend aus,
Erntet er stürmischen Applaus;
Man legt ihm bunte Namensbrüder
Huldigend zu Füßen nieder.

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Strauß

Anmerkungen

1. Streit; 2. Vogel; 3. Blumengebinde; 4. Komponist (Johann)

Verweise

Homonyme, Koch