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Rätselgedichte, Rätselreime

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Rätselgedicht Nr. 3787

von Marie Schumacher

Arithmogriph

3 6 7 1
Verspricht der Frühling einzuzieh'n,
Erscheint auch bald mein erstes Grün.

1 9 7 4 8 9
Als Gunst des Schicksals es dir gelten kann,
Gehör ich dir vol! Lieb und Treue an.

5 8 8 9
Wohl den meisten Staaten bin
Teuer ich im Doppelsinn.

5 6 7 1 8
Gern trägt als sichtlich Zeichen seiner Würde
Auch manches junge Köpfchen meine Bürde.

5 6 2 4 8
Kuh! und öde schein' ich nur
Dem, der fremd in der Natur.

1 6 5 9 8
Des Wortes Klang ist eng verbunden
Mit Tod und Gram und schweren Stunden.

3 2 8 1 8
Ist arm dein Herz an meinen Schätzen,
So kann kein Reichtum sie ersetzen.

5 8 1 8
Der Jugend Sonnenschein,
Auf ewig ist er mein.

9 6 1 8
Bin ich wohl Gott Äskulap geweiht
Wegen meines Lebens Zähigkeit?

5 8 9 4 8 9
Die Hero'n der Lit'ratur
Weisen dich auf meine Spur.

3 2 1 8 3 3 8
In leicht anmut'gem Schweben
Vergeht mein kurzes Leben.

1 8 2 3 8 2 4
Wohl kann ich lindern fremde Schmerzen,
Komm' ich aus liebevollen: Herzen.

5 7 8 3 3 8
Missacht' mich nicht! Nur Wen'ge sehn den Kern,
Ein Jeder eine hübsche Schale gern.

4 2 8 1
Es muss der Sinn für Pein und Dein
Bei mir nicht ausgebildet sein.

1 2 3 3 6 9 4
Ein Schlachtfeld das, so laut der Kampf auch sei,
Doch immer bleibt von Blut und Leichen frei.

9 7 4 8 9
Mancher erreichte das rettende Land,
Weil er mich kräftig zu führen verstand.

3 2 8 4
Aus dem Herzen muss ich klingen,
Soll, ich dir zum Herzen dringen.

3 8 5 9 8 9
So reich mein Amt an Arbeit und an Mühen,
So schöne Früchte sind ihm oft verliehen.

6 9 2 8
Nie bringt mich ein Verband,
Nur einzelne zu Stand.

5 8 3 3 8 9
Was als Münze fast verschollen ist,
Geltung hat es noch als Komponist.

5 6 6 9
Ein Schmuck, doch nicht von Menschenhand,
Ein Liebes- und Erinn'rungspfand.

6 9 6 1l 8 9
Für viele steigt mein Wert zu größ'rer Höhe,
Wenn ich auf vier statt auf zwei Beinen gehe.

8 9 1 8
Das erregt gar häufig Streit,
Der nicht minder oft den Neid.

1 6 9 1 2 8 9
Die Leute verkürzend, wie mir's gefällt,
Verlang ich dafür von ihnen noch Geld.

9 8 1 8
Du darfst nicht Müh' und Pflege scheu'n,
Willst du dich meines Segens freu'n.

7 9 6 3
Wo meine Höhen ragen und mein Gewässer fließt,
Europa fiel) schon fast mit Asien begrüßt.

1 6 8 9
Am Himmelszelt siehst du mich gern,
Bleib' ich dir nur im Walde fern.

1 2 3 3
Hab' ich das eine Haus glücklich passiert,
Werd ich zuweilen im andern kassiert.

5 2 3 3 8 9
Zu des grünen Rheins Gestaden
Meine Melodien laden.

3 8 1 8 9
Bin ich bei dir nicht in normalem Stand,
Verdrießt dich oft die Fliege an der Wand.

1 9 2 3 3 8

Mängel, die Natur und Alter schufen,
Fühl' ich auszugleichen mich berufen.

8 9 3 8
Am Bach und an der Quelle
Ist meine Lieblingsstelle

1 6 3 3 6 4 8
An mir sich nur versuchen muss,
Wer sicher auf dem Pegasus.

9 6 5 8 3
Wenn hochbegabter deutscher Frau'n du denkst,
Du wohl auch mir gern ein Erinnern schenkst.h

Das Ganze.
1 2 3 4 5 6 7 8 9

Wohl ist herrlich meine Kunst,
Wenn mich des Geschickes Gunst
Zu den Wen'gen hat gezählt,
Die in Wahrheit auserwählt!
Aus dem Born der Phantasie
Schöpft mit Wonne das Genie,
Und was mit Begeist'rung komponiert,
Müh'voll wird's und emsig ausgeführt.
Wie die Formen voll und rein
Und die Züge klassisch fein,
Wie ich sie im Traum geseh'n,
Unter meiner Hand entsteh'n,
Bis vollendet die Gestalt
Von dem höchsten Reiz umwallt!
Stolz und selig hängt an ihr mein Blick,
Und ich fühle tief des Schaffens: Glück,
Aber ach! das warme Leben
Kann ich meinem Werk nicht geben.

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Bildhauer

Verweise

Arithmogriphe, Schumacher, Räthsel