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Rätselgedichte, Rätselreime

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Rätselgedicht Nr. 3137

von Karl Jacht

Scharade (1+1 Silben)

Wenn dem Dulder einst des Lebens Sonne
In das Meer der Zeiten niedersinkt,
Und ihm dann am Ziel zu höh'rer Wonne
Mild die Palme der Vergeltung winkt,
Ist's die Erste, die den Lebensmüden,
Nach dem überstand'nen Schmerz hienieden,
Wie das Schicksal ihn auch hart gedrängt,
Schützend, als ein treuer Freund, umfängt.

Balsam für des Herzens tiefe Wunden,
Lindert oft die Zweite manches Leid,
Und sie kann Dir dauernd dann bekunden,
Was geschehen in der frühsten Zeit;
Die Heroentaten großer Helden
Wird sie noch der späten Nachwelt melden,
Aber auch was Törichtes gescheh'n,
Können einst durch sie die Enkel seh'n.

Wann die erste Silbe mich umfangen
In dem dunklen Reich der Schatten hält,
Dann verkünde nicht mit eitlem Prangen
Einst das Ganze mein Asyl der Welt;
Weiht ein Edler mir nur eine Träne
Und ein Blümchen, das in milder Schöne
Zu dem Fremdling spricht: Gedenke mein!
Wird es mir das schönste Ganze sein.

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Grab + Schrift = Grabschrift

Verweise

Scharaden, Jacht