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Rätselgedichte, Rätselreime

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Rätselgedicht Nr. 1153

von Ida von Conring

Rätsel

Der Himmel ist dunkel, der Windhauch schweigt,
Mein Erstes auf Flur und Feldern sich zeigt,
Es ballt sich zu Formen von mächt'ger Gestalt,
In Schleier hüllt es den zitternden Wald.
Trübrötlich glänzt nur der Sonne Schein,
Die wärmenden Strahlen saugt es ein,
Es irret den Wandrer auf einsamem Moor,
Deckt Nähe und Ferne mit wallendem Flor.
Die Zeichen versetzt, so zeigt es sich,
Als ein Ding so seltsam und wunderlich,
Wir haben es Alle, so schnell es verrann,
Wir geben es wieder, und wissen nicht, wann.
Im heiligen Buche könnt ihr es lesen,
Dass es köstlich mit Mühe und Arbeit gewesen.

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Nebel, Leben

Quelle

Von Haide und Campagna, Gedichte und Balladen von Ida von Conring, Bremen 1880, Verlag von J. Kühtmann's Buchhandlung.

Ida Christiane Friederike Adolfine von Coning (* 9.7.1854 in Schwerin; † 30.6.1928 in Starnberg), Tochter eines preußischen Offiziers, wurde in Danzig ausgebildet, lebte eine Zeitlang auf einem Gut in Pommern, seit 1875 in Hannover, heiratete 1882 ihren Onkel, einen Offizier a. D., lebte danach in Spanien, Rostock, Hamburg-Hohenfelde und ab 1903 in Groß-Borstel bei Hamburg. [Quelle: Deutsches Literatur-Lexikon]

Verweise

Worträtsel, Conring