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Friedrich Wagner-Poltrock

Deutscher Grafiker und Dichter

Friedrich Wagner-PoltrockFriedrich Wagner-Poltrock (* 31. Mai 1883 in Marienwerder; † 4. Feb. 1961 in Essen) war ein deutscher Architekt, Baubeamter, Zeichner, Grafiker, Fotograf und Dichter.

Siehe auch: Wikipedia, Deutsche Biographie

 

Neunundneunzig Kopfnüsse

Ein deutsches Rätselbüchlein

Verlag: Erich Matthes Verlagsbuchhandlung, Leipzig / Hartenstein (Sachsen) / Hamburg
Datum:
Seiten: 30
Das Buch enthält 99 volkstümliche, meist sehr kurze (2-4 Zeilen) Rätsel mit (verschlüsselten) Lösungen.

Zu den Rätseln

 

Ein Schock Knackmandeln

Sechzig Rätsel von Friedrich Wagner-Poltrock

Verlag: Bärenreiter-Verlag, Kassel-Wilhelmshöhe
Datum:
Seiten: 22
Das Buch enthält 60 volkstümliche, meist sehr kurze (2-4 Zeilen) Rätsel mit (verschlüsselten) Lösungen.

Zu den Rätseln

 

Quellen und Copyright

Die Werke von Friedrich Wagner-Poltrock sind noch nicht gemeinfrei, da deren Verfasser vor weniger als 70 Jahren verstorben ist.

Neunundneunzig Kopfnüsse

Gemeinfrei ab 2032.

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# Erste Zeilen des Rätsels
178 Nudeldicke Dirn! Schädel ohne Hirn! Dreimal dreien  
# ist die Nummer des Rätsels hier bei uns
ist die Nummer des Rätsels in ist die Nummer des Rätsels in Neunundneunzig Kopfnüsse von Friedrich Wagner-Poltrock

Motto

Wunderlich wechselt das Bild im Spiel seine Form und Betrachtung;
stellst du dich selbst auf den Kopf, scheint dir der ähnlich vertieft.
Viermal sucht es zu tarnen Gestalt, Gang, Kleider und Namen;
wenn die Verwirrung gelang, lupft es die Maske und lacht.

Vorwort

Einst war die Rätseldichtung, eine der ältesten Formen der gebundenen Worte, ernst und feierlich. Priester und Propheten bedienten sich ihrer bei heiliger Handlung. Dann trat das Rätsel ins Heldenlied, wie wir es von der Edda kennen, und erschien, prunkend im Gewande schöner Wortstickerei, vor dem Thron der Könige. Ja es gewann solche Bedeutung, wie es heißt, dass Krone und Hand der Königstochter dem rechten Rätsellöser winkten, während dem Törichten, der aus dem Irrgarten der Zauberwörter nicht herausfand, Tod und Verderben drohte.

Dann wurde das Rätsel bürgerlich und bäuerlich, hakte bei Scherz und Freude ein und zog mit diesen Genossen lachend in die traulichen Stuben heiterer Geselligkeit, immer noch angetan mit dem Farbenkleid schöner Bilder, zuweilen auch in Laune das Königsgewand des Lustspielers um die Schulter werfend. Buntes Gleichnis der Älltagsdinge, die uns umgeben, half es, selber aus dem Tiefenborn des Lach-Ernstes schöpfend, unsere schau der Umwelt vertiefen, indem es uns bald juckend, bald zwickend, bald neckend, bald beglückend, die komische Rückenseite der ehrbaren Geräte und ihr verwirrendes Zerrbild in kecker Gaukelei vor die Seele stellte. Solcher Art waren durch Jahrhunderte die von Geschlecht zu Geschlecht mündlich vererbten deutschen Volksrätsel, dem reichen Gemüt unseres Stammes entsprossen.

Erst in der Spanne des wortverflachenden Zeitungsschrifttums geriet auch das Rätsel in unrechte Hände. Zum Kebskind der Spitzfindigkeit gemacht, hat man es dem Blumengarten des Gemüts entwurzelt und in der Verstandesschublade
vertrocknen lassen. Also erbärmlich veranstaltet, konnte das Rätsel nicht mehr fröhlich herzhafter Anschauung Dienst tun, sondern nur noch dem kläubelnden Grübler den Weg weisen, wie 1 mit Ä verbrämt und 2 verkröpft mit B irgendwelche Begriffe auf den Haufen werfen, oder durfte sich spöttisch-geheimnisvoll spreizen, wenn ein Wort zweierlei Bedeutung hatte und damit den Sucher auf den Holzweg leitete. Es ist hohe Zeit, sich von diesen plattgedrückten Vernunfträtseln abzuwenden, da sie nur in die sandigen Gassen fader Begriffsspaltereien führen  und Wärme und Nähe der alten Bildfreudigkeit vergessen machen.

Der folgende Rätselstrauß, den einige Jahre gepflückt und geflochten haben, will den Versuch machen, an die Überlieferung des guten schaufrohen Volksrätsels anzuknüpfen.

Vielleicht gelingt es ihm, an die Stätten heutiger Einsamkeit einen Schimmer Freude Zu bringen, der jedem erblüht, welcher nach redlich knackender Mühe die gnomige Stachelfrucht platzen und den blanken Nusskern der Lösung herausspringen
sieht.

F. W.-P.
Rabenstein in Sachsen 1947.

Ein Schock Knackmandeln

Gemeinfrei ab 2032.

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# Erste Zeilen des Rätsels
     
# ist die Nummer des Rätsels hier bei uns
ist die Nummer des Rätsels in Ein Schock Knackmandeln von Friedrich Wagner-Poltrock